Inhaltsbereich
Ein Balanceakt wird möglich gemacht- Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Moderne Familienpolitik entzerrt Lebenszeiten, entlastet Alltagszeit und schafft Zeit für Fürsorge. Hinter diesen Bemühungen steht der Leitgedanke, dass Familie Glück und Gewinn bringt und Kinder Zukunft bedeuten.
Ein Blick über die Grenzen zeigt, wie die Entscheidung für Kinder und Familie in einer flexiblen und mobilen Welt gelingen kann: Länder wie Frankreich, Finnland oder Schweden haben frühzeitig die finanzielle Förderung von Familien zielgenau ausgerichtet, in Kinderbetreuungsangebote schon für kleine Kinder investiert und eine familienfreundliche Arbeitswelt geschaffen. In diesen Ländern werden mehr Kinder geboren als bei uns, sind mehr Mütter erwerbstätig und es gibt weniger Familienarmut.
Aus den Erfahrungen dieser Länder lernend und an den Lebensentwürfen der Mehrheit junger Frauen und Männer anknüpfend, hat die Familienpolitik umgesteuert:
Mit dem Elterngeld wurden für Familien neue Weichen gestellt. Die finanzielle Absicherung im ersten Lebensjahr des Kindes macht ein Stück Lebenszeit für Kind und Familie frei. Das Elterngeld stößt auf breite Zustimmung und ermöglicht auch jungen Vätern, sich mehr um ihr Kind zu kümmern.
Nach dem ersten Jahr des Kindes muss es weitergehen. Entscheidend für die Rückkehr in den Beruf ist die Frage der Kinderbetreuung. Bund, Länder und Kommunen haben sich nunmehr darauf verständigt, die Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren bis 2013 auf 750.000 Plätze in der Kindertagespflege oder in Tageseinrichtungen zu erhöhen. Bis 2013 soll für ein Drittel aller Kinder unter drei Jahren ein Betreuungsangebot bestehen. Deutschland kann damit - endlich - auf europäisches Niveau aufschließen.
Wenn es um Zeit für Familie geht, sind auch die Unternehmen gefordert. Nötig ist eine Arbeitswelt, die die Interessen und Bedürfnisse von Eltern berücksichtigt und eine familienbewusste Personalpolitik zum Managementthema macht. Die vom Bundesfamilien-ministerium gemeinsam mit den Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften vereinbarte "Allianz für Familie" bündelt verschiedene Initiativen. In dem 2006 gestarteten Unternehmensnetzwerk "Erfolgsfaktor Familie" bekennen sich bereits über 1000 Unternehmen zu Familienfreundlichkeit. 3800 Betriebe wirken in über 430 lokalen Bündnissen für Familie mit. Nicht nur die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer profitieren von diesen Veränderungen: Familienfreundliche Unternehmen sichern sich langfristig mit guten Vereinbarkeitsbedingungen das für die eigene Zukunftsfähigkeit notwendige qualifizierte Personal.
- Familienfreundliche Arbeitswelt - Für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- Wiedereinstieg in den Beruf
- Väter, Beruf und Familie - Männer wollen „und“, nicht „oder“
- Kinderbetreuung - Die Weichen in Richtung Zukunft sind gestellt
- Wandel der Geschlechterrollen - Rahmenbedingungen schaffen
- Familienfreundlichkeit vor Ort gemeinsam gestalten