Inhaltsbereich

Kinder und Jugendliche: Wir alle haben ein Wächteramt

Eltern wollen, dass ihre Kinder glücklich und unter guten Bedingungen aufwachsen. Auch für Staat und Politik steht das Wohl jeden Kindes im Mittelpunkt. Das Ziel ist klar definiert: Alle Kinder und Jugendlichen sollen gleiche Chancen für ihr Aufwachsen haben. Eltern können darauf zählen, bei der Erziehung ihrer Kinder unterstützt und in Alltags- und Problemsituationen nicht allein gelassen zu werden.

Der erweiterte Familienwegweiser bietet deshalb Familien mit Kindern in allen Altersgruppen und in unterschiedlichen Lebenssituationen Hilfe, Rat und Unterstützung. Es geht um Alltagsfragen: Um Erziehung, das Zusammenleben von Eltern und Kindern, um Medienkompetenz und den Schutz vor Gewalt und Suchtgefahren.

Hilfe, die ankommt, ist Hilfe ohne Umwege. Die örtlichen Jugendämter der Städte und Landkreise sind im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe deshalb die richtigen Ansprechpartner vor Ort. Sie sind da, wenn es zum Beispiel um Kinderbetreuung, Hilfen zur Erziehung oder für junge Volljährige, Jugendschutz oder Jugend- und Jugendsozialarbeit geht. Aber auch die freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe sowie Beratungsstellen der Länder stellen ein breites Spektrum von Hilfs- und Beratungsangeboten zur Verfügung.

Risiken für Kinder und Jugendliche müssen schnell erkannt werden. Staatliche Stellen müssen vernetzt handeln und Gefahren abwehren. Das "Nationale Zentrum Frühe Hilfen" ist ein gutes Beispiel dafür, wie Kinder- und Jugendhilfe und Gesundheitswesen - bisher eigenständige Bereiche - miteinander verzahnt zum Wohl von Kindern wirken können.

Ein weiteres Beispiel ist der Jugendmedienschutz. In einer durch moderne Kommunikationsmittel und Medien geprägten Welt nimmt die Medienkompetenz einen immer größeren Stellenwert ein. Kinder, Jugendliche und Eltern müssen gleichermaßen wissen, wo Grenzen sind und wo Gefahren lauern. Der Staat begleitet den Jugendmedienschutz unter anderem durch verschärfte Kontrollen bei denen, die mit Computerspielen oder Gewaltvideos Handel treiben. Eine deutliche Alterskennzeichnung auf den Produkten ist bereits umgesetzt worden. Mit der Kampagne "Schau hin! Was Deine Kinder machen!" wird Medienkompetenz vermittelt und die Öffentlichkeit für das Thema Kinder und Medien sensibilisiert.