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Kindergeld: Früher gestaffelt ab 2009

Am 1. Januar 2009 ist das neue Familienleistungsgesetz der Bundesregierung in Kraft getreten. Seither wird das Kindergeld schon ab dem dritten Kind gestaffelt, sodass es für das dritte Kind mehr Kindergeld als für erste und zweite Kinder gibt. Das gab es bisher erst ab dem vierten Kind. Ein Überblick über die neuen Leistungen: Für das erste und das zweite Kind zahlt der Staat nun jeweils 10 Euro mehr, somit 164 Euro im Monat. Für das dritte Kind erhöht sich der Satz um 16 Euro auf 170 Euro monatlich, und für das vierte und jedes weitere Kind sind es ebenfalls 16 Euro mehr, insgesamt 195 Euro.

Die Mehrkindfamilie wird gestärkt

Eines der wichtigsten Ziele der Änderung war es, Armut zu vermeiden. Besonders Familien mit mehreren Kindern profitieren nun davon. Denn sie tragen eine höhere finanzielle Last. Beide Eltern können nicht mehr in dem Maße arbeiten wie zuvor und die Rückkehr in den Beruf fällt nach einer längeren Kinderbetreuungszeit schwer. Gleichzeitig tragen Familien mit vielen Kindern ein erhöhtes Risiko: Sie brauchen eine größere Wohnung. Sie zahlen höhere Strom- und Heizkosten. Auch die Waschmaschine läuft häufiger. Kurz: Mit der Kinderzahl steigen die Fixkosten im Haushalt. Das Kindergeld trägt zum Haushaltseinkommen – je nach Familientyp – zwischen 6 und 22 Prozent bei. 

Für die Mitte der Gesellschaft

Derzeit wird in Deutschland für rund 18 Millionen Kinder das Kindergeld gezahlt. Aus Sicht der Eltern ist es die wichtigste familienpolitische Leistung in Deutschland. 87 Prozent der Befragten nennen es in einer aktuellen Umfrage des Allensbach-Instituts besonders hilfreich. Der Zuspruch ist deshalb so groß, weil Kindergeld eine Leistung für die Mitte der Gesellschaft ist. Es wird an alle Familien gezahlt. Eltern mit hohem Einkommen profitieren zudem von den Freibeträgen für Kinder. Sie stiegen zum 1. Januar von 5 808 Euro auf 6 024 Euro.