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Kinderbetreuung – Frühe Förderung von Anfang an

Immer mehr Eltern entscheiden sich für Angebote der Kinderbetreuung - meist weil sie sich eine frühe Förderung für ihr Kind wünschen oder möchten, dass ihr Kind mit anderen Kindern gemeinsam lernt und spielt. Ein breites und hochwertiges Betreuungsangebot für Kinder trägt dazu bei, Kindern dies zu ermöglichen.

Zugleich helfen gute, bedarfsgerechte Betreuungsmöglichkeiten Eltern, ihren familiären und beruflichen Anforderungen besser nachkommen zu können. Ohne öffentlich geförderte Kinderbetreuung könnten viele Mütter und Väter nicht arbeiten.

Kinder werden gefördert

Wenn Kinder eine Betreuungseinrichtung besuchen, wird ihre Entwicklung in sprachlicher, motorischer und sozialer Hinsicht gefördert. Davon profitieren alle Kinder, besonders protifieren benachteiligte Kinder. Die Kinderbetreuung gleicht auch Belastungen aus, mit denen viele Eltern im Alltag umgehen müssen. Dies zeigen aktuelle Forschungsergebnisse.

Was Kinder in der Kita oder bei der Tagesmutter und dem Tagesvater lernen, hilft ihnen später in der Schule. Kinder, die bereits mit zwei Jahren eine Kinderbetreuung besucht haben, verhalten sich auch in der Grundschule sozialer als Kinder, die erst später in eine Betreuungseinrichtung gekommen sind.

Betreuungsmöglichkeiten

Krippen, Tagesmütter und -väter, Kindergärten, Eltern-Kind-Zentren, Horte und Ganztagsschulen ermöglichen es Familien, die Frage "Kind oder Beruf" durch die Antwort "Kind und Beruf" zu ersetzen. Über die Postleitzahlensuche der Rubrik "Familie regional" finden Eltern das für sie zuständige Jugendamt mit weiteren Informationen wie Kita-Verzeichnissen oder Anmeldeformalitäten.

Betreuung für Kleinkinder

Gemeinsames Ziel von Bund, Ländern und Kommunen ist es, bundesweit ein bedarfsgerechtes und qualitativ gutes Angebot an Betreuungsplätzen zu schaffen. Seit dem 1. August 2013 hat jedes Kind ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Dieser Rechtsanspruch kann durch das Angebot eines Betreuungsplatzes in einer Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege erfüllt werden.

Länder und Kommunen haben in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um ein bedarfsgerechtes Angebot an Plätzen einzurichten. Der Bund unterstützt diesen Ausbau der Kindertagesbetreuung mit massiven Finanzhilfen:

Zum einen unterstützt der Bund die Schaffung neuer Plätze, die Erhaltung bestehender Plätze sowie die bessere Ausstattung von Einrichtungen insgesamt mit mehreren Milliarden Euro seit 2008. Aktuell legt der Bund ein viertes Investitionsprogramm auf, mit dem bis 2020 noch mal mehr als 1,1 Mrd. Euro in die Kindertagesbetreuung fließen werden.

Außerdem beteiligt sich der Bund am Betrieb der Kindertagesbetreuung. Seit 2015 überweist der Bund den Ländern dafür jährlich 845 Mio. Euro, in 2017 und 2018 werden es sogar 945 Mio. Euro sein.

Schließlich stellt der Bund den Ländern die aus dem Wegfall des Betreuungsgelds frei werdenden Mittel für die Kinderbetreuung zur Verfügung, rund 2 Mrd. Euro insgesamt.

Gute Qualität bundesweit

Zur Schaffung von mehr Chancen- und Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder und zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist nicht nur ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot, sondern auch eine qualitativ hochwertige und an den Bedürfnissen der Kinder orientierte frühe Förderung in der Kindertagesbetreuung wichtig. Daher haben Bund und Länder im November 2014 einen gemeinsamen Prozess zur Weiterentwicklung der Qualität der Kindertagesbetreuung initiiert. Die Arbeitsgruppe "Frühe Bildung" wurde beauftragt, eine konkrete Umsetzungsstrategie zur weiteren Ausgestaltung des Prozesses bis zur Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder im Frühjahr 2017 zu erarbeiten. Im Rahmen dieses Prozesses sollen Eckpunkte für ein Qualitätsentwicklungsgesetzes entwickelt werden, die den länderspezifischen Ausgangslagen und Entwicklungsbedarfen gerecht werden.