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Unterhaltsvorschuss

Kinder, die von dem Elternteil, bei dem sie nicht leben, keinen oder keinen regelmäßigen Unterhalt bekommen, können Unterhaltsvorschuss erhalten. Dies trifft auch bei ungeklärter Vaterschaft zu. Ein gerichtliches Unterhaltsurteil ist nicht nötig.

Ist dieser Elternteil ganz oder teilweise leistungsfähig und deshalb zur Unterhaltszahlung verpflichtet, leistet aber dennoch nicht, wird er vom Staat in Höhe des gezahlten Unterhaltsvorschusses in Anspruch genommen.


Infografik: Der Unterhaltsvorschuss im Überblick

Ausschnitt Infografik "Der Unterhaltsvorschuss im Überblick"
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Höhe und Dauer der Leistung

Die Höhe des Unterhaltsvorschusses richtet sich bundesweit nach dem Mindestunterhalt. Für die Berechnung des Unterhaltsvorschussbetrages wird das für ein erstes Kind zu zahlende Kindergeld in voller Höhe von dem Mindestunterhalt abgezogen. Ab 1. Juli 2015 gelten folgende Unterhaltsvorschussbeträge:

  • für Kinder von bis zu fünf Jahren: 144 Euro monatlich
  • für Kinder von 6 Jahre bis 11 Jahren: 192 Euro monatlich

Ab 1. Januar 2016 gelten folgende Unterhaltsvorschussbeträge:

  • für Kinder von bis zu fünf Jahren: 145 Euro monatlich
  • für Kinder von 6 Jahre bis 11 Jahren: 194 Euro monatlich

Unterhaltsvorschuss gibt es maximal für 72 Monate und nur bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres (12. Geburtstag) des Kindes. Hierbei ist das Einkommen des alleinerziehenden Elternteils unerheblich.