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Bildungsübergänge: Der Start in Kita und Schule

Die ersten Wochen in der neuen Kita oder in der Schule bringen für alle Familienmitglieder große Veränderungen mit sich und stellen Kinder wie Eltern vor ganz neue Herausforderungen. Um der ganzen Familie den Einstieg zu erleichtern, hilft eine zielgerichtete Vorbereitung.

Neue Wege, Zeiten, Orte und Strukturen erfordern von allen Beteiligten viel Energie und Flexibilität. Fällt es dem Kind eher schwer, sich an neue Orte und Menschen zu gewöhnen oder stellt es sich rasch auf neue Gegebenheiten ein? Macht ihm das Neue und Unbekannte Sorgen oder hat es Angst, sich mit den anderen Kindern nicht zu verstehen?

Wer sein Kind gut einschätzen kann, unterstützt es damit am besten – schon allein, um den richtigen Zeitpunkt für die Vorbereitung zu finden. Denn hier gilt, genauso wie bei allen anderen Erziehungsthemen: jedes Kind ist anders und hat eigene Sorgen und Bedürfnisse, auf die Eltern entsprechend reagieren müssen.

Mit den Kindern sprechen und sie ermutigen

Wenn Kinder zu klein sind, um ihre Sorgen zu formulieren oder sie nicht gerne über belastende Gedanken reden, bedeutet das nicht, dass sie sich nicht mit der neuen Situation auseinandersetzen. Manchmal zeigt sich ihre Anspannung nur darin, dass sie nachmittags völlig erschöpft sind, ständig quengeln oder schnell aus der Haut fahren.

Eltern können ihre Kinder dann unterstützen, indem sie als „Übersetzer“ fungieren und mögliche Sorgen und Ängste der Kleinen einfach aussprechen. Dabei kann es darum gehen, mit wem man gut zusammen spielen kann oder wie man sich bei einem Streit verhält. Oft hilft es bereits, wenn sie mit den Eltern darüber reden können und diese ihnen erklären, was sie in Zukunft erwartet.

Sich früh mit den neuen Begebenheiten vertraut machen

Darüber hinaus ist es sinnvoll, die neuen Wege schon einmal gemeinsam zu erkunden, die Kita beim Sommerfest zu besuchen oder die Schultasche Probe zu packen. Mütter und Väter können sich zudem im Vorfeld mit der neuen Institution vertraut machen und die Bezugspersonen ihrer Kinder kennenlernen. Je weniger Unsicherheit auf allen Seiten besteht, desto leichter fällt es, die  Kinder vertrauensvoll in andere Hände zu geben.

Die Kinder nicht zu stark unter Druck setzen

Der Eintritt in den Kindergarten oder die Schule ist für alle Familienmitglieder ein wesentlicher Einschnitt und kann mitunter dazu führen, dass sich einige Gewohnheiten und Verhaltensweisen ändern. Deshalb ist es wichtig, Kinder in dieser Phase nicht zu überfordern. Wer jetzt nicht auch noch regelmäßig zum Sport gehen will oder sein Musikinstrument vernachlässigt, braucht vielleicht einfach nur eine Ruhepause, um das Neuerlebte sacken zu lassen. So können alle Familienmitglieder zugleich auch mehr Zeit miteinander verbringen.

Eltern haben so auch mehr Gelegenheit zu überprüfen, wie weit ihr Kind sich schon entwickelt hat und wo es noch mehr Unterstützung benötigt. Veränderungen bringen schließlich nicht nur Unruhe in die gewohnten Abläufe; sie können auch eine "Haltestelle" im Familienalltag sein und Raum schaffen, um kurz innezuhalten.