Inhalt

Unterhaltsvorschuss

Formulare und ein Stift. Bildquelle: BMFSFJ Vergrößerte Ansicht des Bildes öffnet in externem Fenster

Kinder, die von dem Elternteil, bei dem sie nicht leben, keinen oder keinen regelmäßigen Unterhalt bekommen, können Unterhaltsvorschuss erhalten. Dies trifft auch bei ungeklärter Vaterschaft zu. Ein gerichtliches Unterhaltsurteil ist nicht nötig.

Ist dieser Elternteil ganz oder teilweise leistungsfähig und deshalb zur Unterhaltsleistung verpflichtet, leistet aber dennoch nicht, wird er vom Staat in Höhe des gezahlten Unterhaltsvorschusses in Anspruch genommen.

Höhe und Dauer der Leistung

Die Höhe der Unterhaltsleistung richtet sich bundesweit nach der "Düsseldorfer Tabelle". Für die Berechnung des Unterhaltsvorschussbetrages wird das für ein erstes Kind zu zahlende Kindergeld in voller Höhe von der Unterhaltsleistung abgezogen. Seit 1. Januar 2010 gelten folgende Unterhaltsvorschussbeträge:

  • für Kinder bis unter 6 Jahre 133 Euro monatlich
  • für ältere Kinder bis unter 12 Jahre 180 Euro monatlich.

Unterhaltsvorschuss gibt es maximal für 72 Monate und nur bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres (12. Geburtstag) des Kindes. Hierbei ist das Einkommen des alleinerziehenden Elternteils unerheblich.