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Rente: Hinterbliebenenrente für Witwen und Witwer

Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt beim Tod des Ehepartners eine Witwen- oder Witwerrente. Diese muss vom Hinterbliebenen beantragt werden.

Voraussetzungen des Erhalts

Eine Witwe beziehungsweise ein Witwer erhält die Hinterbliebenenrente nach dem Tode des versicherten Ehegatten, wenn die Ehe mindestens ein Jahr bestanden hat, der verstorbene Versicherte die allgemeine Wartezeit (60 Monate) erfüllt und der Hinterbliebene nicht wieder geheiratet hat. Der Anspruch kann als große oder kleine Witwen-/Witwerrente ausgezahlt werden. Das gilt auch für eingetragene Lebenspartnerschaften.

Die kleine Witwen- beziehungsweise Witwerrente beträgt 25 Prozent der Rente, die der Ehepartner zum Zeitpunkt seines Todes beanspruchen hätte können. Sie wird für zwei Jahre geleistet.

Die große Witwen-/Witwerrente

Die große Witwen- beziehungsweise Witwerrente wird in Höhe von 55 Prozent der Rente des verstorbenen Versicherten gezahlt, wenn der Hinterbliebene

  • erwerbsgemindert beziehungsweise berufsunfähig ist
  • oder ein Kind unter 18 Jahren erzieht
  • oder für ein Kind sorgt, das aufgrund einer Behinderung außerstande ist, sich selbst zu unterhalten (unabhängig des Alters)
  • oder das 45. Lebensjahr vollendet hat. Die Altersgrenze wird ab dem Jahr 2012 stufenweise vom 45. auf das 47. Lebensjahr angehoben.

Zur Rente hinzu gibt es gegebenenfalls einen Zuschlag für Kindererziehung. Gleichzeitig gilt für ältere Ehepaare, bei denen ein Partner am 01.01.2002 älter als 40 Jahre war, oder für diejenigen, die zu diesem Zeitpunkt bereits verwitwet waren, das "alte" Recht weiter. Das bedeutet, dass die große Witwenrente 60 Prozent der Rente des Verstorbenen beträgt (ohne Kinderzuschlag).

Anrechnung des Einkommens und Ende der Zahlungen

Die Anhebung des Renteneintrittsalters wirkt sich auch auf die Witwenrente aus, womit die Altersgrenze für Hinterbliebene stufenweise von 45 auf 47 Jahre ansteigt. Die Rente entfällt, wenn die Witwe oder der Witwer wieder geheiratet hat oder eine neue eingetragene Lebenspartnerschaft eingegangen ist.

Eigenes Einkommen wird auf die Hinterbliebenenrente angerechnet, soweit bestimmte Freibeträge überschritten werden.