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Adoption: Wirkungen einer Kindesadoption

Wenn die leiblichen Eltern wirksam in die Adoption ihres Kindes eingewilligt haben, ruht deren elterliche Sorge. Das Jugendamt wird dann zunächst Vormund des Kindes.

Mit Ausspruch der Adoption durch das Vormundschaftsgericht erhält das minderjährige Kind die rechtliche Stellung eines leiblichen Kindes der Adoptiveltern. Damit verbunden ist grundsätzlich eine Veränderung der verwandtschaftlichen Verhältnisse des Kindes. Eine Ausnahme ist die Verwandten- und Stiefkindadoption.

Adoptivkinder sind nicht mehr mit ihrer biologischen Familie verwandt

Mit der Adoption erlöschen im Regelfall die Verwandtschaftsverhältnisse des Kindes und die damit verbundenen Rechte und Pflichten zu seiner Herkunftsfamilie, wie deren Eltern oder Geschwistern.

Rechtlich sind dann die Adoptiveltern der Vater und die Mutter des Kindes. Das adoptierte Kind ist dann auch mit den familiären Linien der Adoptiveltern verwandt. Mit der Änderung der Verwandtschaftsbeziehung bestehen die gleichen Rechte und Pflichten wie bei einer herkömmlichen Familienbeziehung.

Ist eine Adoption vollzogen, lässt sich dieser Schritt nur noch unter ganz wenigen, gesetzlich bestimmten Voraussetzungen wieder rückgängig machen.

Adoptivkinder erhalten eine neue Geburtsurkunde

Das Kind erhält in der Regel den Familiennamen seiner Adoptiveltern. Wenn ein Adoptivelternteil Deutscher, das Kind hingegen ausländischer Herkunft ist, erhält das Kind auch die deutsche Staatsangehörigkeit.

Beim Standesamt wird eine Geburtsurkunde auf den Adoptivnamen des Kindes ausgestellt. Aus dieser Urkunde ist nicht ersichtlich, dass es sich um ein Adoptivkind handelt. Getrennt davon wird ein Abstammungsbuch geführt, aus welchem sich die familiäre Herkunft des Kindes ergibt.

Das adoptierte Kind kann mit Vollendung des 16. Lebensjahres Einsicht in die Gerichtsakten sowie in die Adoptionsvermittlungsakten erhalten.