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Adoption: Vermittlung von Adoptionen in Deutschland

In Deutschland ist genau geregelt, wer Adoptionen vermitteln darf. Das dürfen nur die Adoptionsvermittlungsstellen der Jugendämter, die zentralen Adoptionsstellen der Landesjugendämter und die anerkannten Adoptionsvermittlungsstellen freier Träger.

Der gesetzliche und fachliche Auftrag von Adoptionsvermittlungsstellen ist es, für jedes zu vermittelnde Kind die Eltern auszuwählen, die am besten zum Kind passen.

Adoptionsvermittlungsstellen prüfen, ob Eltern und Kinder zusammenpassen

Sie überprüfen deshalb im Rahmen einer Adoptionsbewerbung, ob Bewerber und Bewerberinnen den spezifischen Bedürfnissen eines Adoptivkindes gerecht werden können. Dazu werden unter anderem Persönlichkeit, Gesundheit, Erziehungsvorstellungen, Wohnverhältnisse und wirtschaftliche Verhältnisse geprüft.

Umgekehrt werden auch die persönlichen Umstände eines Kindes in die Prüfung einbezogen, wie deren Alter und die bisherige Entwicklung.

Adoptionsvermittlung - ein vielschichtiges Verfahren

Die Dauer eines Adoptionsvermittlungsverfahrens ist unterschiedlich. Die Eignungsprüfung durch das örtliche Jugendamt dauert in der Regel zwischen sechs und zwölf Monaten.

Hierzu müssen die künftigen Adoptiveltern noch verschiedenste Unterlagen einreichen. Dazu gehören beispielweise ein Auszug aus dem Familienbuch, Geburtsurkunden und polizeiliche Führungszeugnisse.

"Adoptionspflege" - Familie auf Probe

Wurde die Eignung der Bewerber festgestellt und steht ein Kind zur Adoption zur Verfügung, für das diese Bewerber als geeignetste Adoptiveltern erscheinen, so wird den Adoptionswilligen dieses Kind vorgeschlagen. Haben sich die künftigen Adoptiveltern für das Kind entschieden, lebt die Familie erst einmal in einer Zeit der sogenannten "Adoptionspflege". Diese dauert in der Regel ein Jahr. Erst dann kann ein Antrag auf Adoption gestellt werden. Dies gilt allerdings nur für Inlandsadoptionen.