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Beruf: Familienfreundliche Unternehmen - Beispiele aus der Praxis

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird in mehr und mehr Unternehmen zu einem wichtigen Thema. Das Bundesfamilienministerium unterstützt Bemühungen von Arbeitgebern mit dem Unternehmensprogramm "Erfolgsfaktor Familie". Drei der häufigsten Angebote von Arbeitgebern an Arbeitnehmer sind innovative Arbeitszeitmodelle, Telearbeit und Weiterbildung in der Elternzeit.

Gleitzeit, Teilzeit: Flexibilität für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Für Berufstätige, die Kinder oder pflegebedürftige Angehörige haben, sind flexible Arbeitszeiten besonders wichtig. Denn neben den Betriebsabläufen bestimmen auch Öffnungszeiten von Kindergärten, regelmäßige Arzttermine oder spontane Krankheitsfälle den Alltag.

In vielen Unternehmen ist die Gleitzeit eine übliche Arbeitszeitform geworden. Für Eltern bedeutet sie, Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können dabei innerhalb eines Zeitrahmens - zum Beispiel zwischen 6 und 19 Uhr - selbst wählen, zu welchen Zeiten sie ihre Arbeit beginnen und beenden. Von vielen Unternehmen wird eine Kernzeit festgelegt, in der alle Beschäftigten anwesend sein müssen. Unvorhergesehene Termine können so vor oder nach der Arbeit wahrgenommen werden, ohne dass die Arbeitsabläufe im Betrieb ins Stocken geraten.

Mit Hilfe der Teilzeitarbeit kann der berufliche Wiedereinstieg insbesondere nach der Elternzeit erleichtert werden. Aber auch während der Elternzeit besteht für Eltern die Möglichkeit, bis maximal 30 Stunden in der Woche zu arbeiten. Für die Beschäftigten ist Teilzeitarbeit während der Elternzeit sehr attraktiv, um ihre Qualifikationen zu halten, Einkommensverluste zu vermeiden und den Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen nicht zu verlieren.

Telearbeit: Von Haus aus gut

Telearbeit vom so genannten Home Office - dem Büro zu Hause - aus, gewinnt in ganz Europa zunehmend an Bedeutung. Es ermöglicht den Beschäftigten, zu bestimmten Zeiten zu Hause arbeiten zu können. Vor allem das Internet sorgt neben dem Telefon dafür, dass typische Verwaltungsaufgaben ohne größeren Aufwand von zu Hause erledigt werden können. Wichtige Termine, Besprechungen und die Koordination von Arbeitsabläufen finden weiterhin im Betrieb statt. Eltern können so flexibel die Arbeit gestalten.

Der Computer und die Anrufumleitung vom Firmen- auf das Privattelefon können  Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen während oder nach der Elternzeit den Wiedereinstieg in das Berufsleben erleichtern.

Weiterbildung während der Elternzeit: Immer am Ball bleiben

Durch Fort- und Weiterbildungen während der Elternzeit bleibt der Kontakt zum Unternehmen und zum Beruf bestehen. Die Unternehmen geben dabei Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Gewissheit, immer dabei zu sein und nicht den Anschluss zu verlieren. Gleichzeitig profitieren auch die Unternehmen. Denn sie können auf diese Weise deutlich höhere Überbrückungs- und Wiederqualifizierungskosten vermeiden.

Weitere Beispiele und Informationen finden sich auf der Seite des Unternehmensprogramms "Erfolgsfaktor Familie" des Bundesfamilienministeriums.