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Familienfreundliche Unternehmen: Beispiele aus der Praxis

1) Gleitzeit, Teilzeit: Flexibilität für Arbeit-nehmerinnen bzw. Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Für Berufstätige, die Kinder oder pflegebedürftige Angehörige haben, sind flexible Arbeitszeiten von grundlegender Bedeutung. Denn neben den Betriebsabläufen bestimmen auch Öffnungszeiten von Kindergärten, regelmäßige Arzttermine oder spontane Krankheitsfälle den Alltag.

In vielen Unternehmen ist die Gleitzeit eine übliche Arbeitzeitform geworden. Für Eltern bedeutet sie, Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können dabei innerhalb eines Zeitrahmens - zum Beispiel zwischen 6 und 19 Uhr - selbst wählen, zu welchen Zeiten sie ihre Arbeit beginnen und beenden. Um die Anwesenheit aller Beschäftigten sicherzustellen, wird von vielen Unternehmen eine Kernzeit festgelegt. In dieser Zeit müssen alle anwesend sein. Unvorhergesehene Termine können so vor oder nach der Arbeit wahrgenommen werden, ohne dass die Arbeitsabläufe im Betrieb ins Stocken geraten.

Mit Hilfe der Teilzeitarbeit kann der berufliche Wiedereinstieg insbesondere nach der Elternzeit erleichtert werden. Aber auch während der Elternzeit besteht für Eltern die Möglichkeit, bis maximal 30 Stunden in der Woche zu arbeiten. Für die Beschäftigten ist Teilzeitarbeit während der Elternzeit sehr attraktiv, um ihre Qualifikationen zu halten, Einkommensverluste zu vermeiden und den Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen nicht zu verlieren.

2) Telearbeit: Von Haus aus gut

Telearbeit vom so genannten Home Office - dem Büro zu Hause - aus, gewinnt in ganz Europa zunehmend an Bedeutung. Es ermöglicht den Beschäftigten, zu bestimmten Zeiten zu Hause arbeiten zu können. Vor allem das Internet sorgt neben dem Telefon dafür, dass typische Verwaltungsaufgaben ohne größeren Aufwand von zu Hause erledigt werden können. Wichtige Termine, Besprechungen und die Koordination von Arbeitsabläufen finden weiterhin im Betrieb statt. Eltern können so flexibel die Arbeit gestalten.

Der Computer und die Anrufumleitung vom Firmen- auf das Privattelefon erleichtern Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen während oder nach der Elternzeit den Wiedereinstieg in das Berufsleben.

3) Weiterbildung während der Elternzeit: Immer am Ball bleiben

Durch Fort- und Weiterbildungen während der Elternzeit, wird der Kontakt zum Unternehmen und zum Beruf aufrechterhalten. Die Unternehmen geben dabei Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Gewissheit, immer dabei zu sein und nicht den Anschluss zu verlieren. Umgekehrt profitieren die Unternehmen, die die Weiterbildungsmaßnahmen unterstützen, ebenfalls. Denn sie können auf diese Weise deutlich höhere Überbrückungs- und Wiederqualifizierungskosten vermeiden.