Pflegedienste
Mit zunehmendem Alter wird neben der Hilfe beim Bewältigen der Aufgaben des häuslichen Alltags oft auch regelmäßige medizinisch-pflegerische Unterstützung notwendig. Eine professionelle Hilfe ist in diesen Fällen dringend angeraten - was aber nicht heißt, dass man dem häuslichen Umfeld den Rücken kehren muss. Möglich machen dies so genannte ambulante Pflegedienste.
Diese Pflegedienste sind Teil des Angebots von Wohlfahrtsverbänden, Kommunen und auch privater Anbieter. Zu den Leistungen gehören neben der Pflegeleistung beispielsweise auch hauswirtschaftliche oder soziale Betreuungsangebote. Finanziell wird die Inanspruchnahme der Pflegedienste dann von der Pflegekasse unterstützt, wenn die Pflegebedürftigkeit durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen (MDK) bestätigt wurde. Die Unterstützung ist nach Pflegestufen gestaffelt:
- Pflegestufe I: monatlich bis zu 420 Euro
- Pflegestufe II: monatlich bis zu 980 Euro
- Pflegestufe III: monatlich bis zu 1.470 Euro
Zur Vermeidung von Härten können Pflegebedürftigen der Pflegestufe III weitere Pflegeeinsätze bis zu einem Gesamtwert von 1.918 Euro monatlich gewährt werden, wenn ein außergewöhnlich hoher Pflegeaufwand vorliegt, der das übliche Maß der Pflegestufe III weit übersteigt
Des Weiteren besteht auch die Möglichkeit, dass Sozialämter und Krankenkassen einen Teil der Kosten für die Pflege übernehmen.
Entscheidungskriterien für den "richtigen" Pflegedienst sollten die Art und Ausgestaltung der Leistungen und die räumliche Nähe des Anbieters zum eigenen Wohnort sein. Verspätungen, vor allem im Winter, lassen sich so minimieren. Wichtig für die Entscheidung ist auch, ob die Erwartungen an den Umfang der Pflegedienstleistung durch den Anbieter überhaupt erfüllt werden können.
Rat und Informationen gibt es aber auch bei den Wohlfahrtsverbänden und bei den örtlich zuständigen Kranken- und Pflegekassen. Außerdem finden sich in den Sozialämtern sowie in den Bürgerbüros der Städte- und Gemeinden kompetente Ansprechpartner.
