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Kinder- und Jugendhilfe: Vollzeitpflege

Manche Kinder und Jugendliche können aus verschiedenen Gründen nicht die Erziehung in ihren Familien genießen, die sie für ihre Entwicklung brauchen. In diesen Fällen kann die Kinder- und Jugendhilfe den Eltern als Hilfe zur Erziehung eine Vollzeitpflege anbieten. Betroffene Kinder und Jugendliche werden dann vorübergehend oder dauerhaft in Pflegefamilien untergebracht.

Formen der Vollzeitpflege

Die Unterbringung erfolgt entsprechend dem Alter und Entwicklungsstand des Kindes. Je nach Dauer und Zielsetzung der Maßnahme können folgende Formen der Vollzeitpflege in Betracht kommen:

  • Vollzeitpflege für einen kurzen Zeitraum
  • Bereitschaftspflege
  • Dauerpflege
  • Verwandtenpflege

Rückkehr zur eigenen Familie

Grundsätzlich soll die Rückkehr des Kindes oder Jugendlichen in die Herkunftsfamilie angestrebt werden. Daher unterstützt das Jugendamt die Herkunftsfamilie auch während der externen Unterbringung des Kindes oder Jugendlichen, sodass sie in die Lage versetzt wird, ihr Kind selbst zu betreuen und zu erziehen.

Bei der Vollzeitpflege stellt das Jugendamt den notwendigen Unterhalt des Kindes durch Zahlung eines monatlichen Pflegegeldes sicher, das auch einen Betrag für die Erziehungsleistung der Pflegeperson enthält. Die Höhe des Pflegegeldes wird von den Behörden vor Ort festgesetzt.


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