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Kinder- und Jugendhilfe: Förderung der Erziehung in der Familie

Die gesetzliche Jugendhilfe richtet sich nicht nur an Jugendliche, sondern auch an deren Erziehungsberechtigten. Diese sollen in ihren Erziehungsaufgaben unterstützt werden. Darunter zählt auch zu zeigen, wie Konflikt- und Krisensituationen in der Familie gemeistert werden können.

Bildungs- und Beratungsangebote

Familie bedeutet heutzutage mehr als die klassische Mutter-Vater-Kind-Konstellation. Jugendliche befinden sich in unterschiedlichsten Lebenssituationen, sodass Mütter und Väter individuelle Erziehungsaufgaben bewältigen müssen. Die Jugendhilfe will die Erziehungsberechtigten dabei fördern, indem interessenspezifische Beratungs- und Informationsangebote gemacht werden. Dazu zählen Angebote der Familienbildung, wie Familien- oder Mütterzentren, Erziehungsberatungsstellen, Elterntelefone oder Elternbriefe.

Weitere Fördermöglichkeiten

Des Weiteren wird die Familienfreizeit und -erholung gefördert, um das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Familie zu stärken und Eltern zu entlasten. Familienferienstätten beispielsweise bieten eine breite Palette an Angeboten für gemeinsame Urlaub an. Die Angebote beinhalten oft nicht nur Freizeitaktivitäten sowie Kinderbetreuungsmöglichkeiten vor Ort, sondern auch Bildungsangebote für Groß und Klein.

Zudem sollen alleinerziehende Eltern oder Erziehungsberechtigte in Notsituationen bei der Betreuung des Kindes unterstützt werden. So können Mütter oder Väter zum Beispiel in einer gemeinsamen Wohnform mit dem Kind untergebracht und betreut werden. Sollten Elternteile aus gesundheitlichen Gründen ihre Erziehungsaufgaben nicht wahrnehmen können, kann das Jugendamt zum Beispiel auch eine vorübergehende Haushaltshilfe vermitteln.

Über Art und Umfang der Leistungen der Jugendhilfe informiert das jeweilige Landesrecht.