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Gewalt: Gewaltfreie Erziehung

Gewalt begegnet Kindern und Jugendlichen in vielen Formen - und an vielen Orten. Das Elternhaus ist davon nicht ausgeschlossen. Doch die Heranwachsenden haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung, wie es das Bürgerliche Gesetzbuch besagt.

Hilfe und Informationen für Kinder

Gewalt in der Familie hat viele Gesichter und prägt die Erfahrung der Kinder, aber auch der Erwachsenen, negativ. Betroffene Kinder und Jugendliche stehen grundsätzlich vor zwei Problemen: Zum einen vor der Frage, wie sie Gewalt möglichst besonnen aber erfolgreich begegnen können. Zum anderen fehlen ihnen oft Ansprechpartner, mit denen sie kompetent und auf Augenhöhe über ihre spezielle Lage reden können.

Wie Kinder und Jugendliche mit Gewalt in der Familie umgehen können, darüber informieren unter anderem die Webseiten der Polizeilichen Gewalt- und Kriminalitätsprävention der Länder und des Bundes. Direkten Rat und Hilfe gibt es am Kinder- und Jugendtelefon. Seit 1994 beraten dort auch Jugendliche gleichaltrige Betroffene.

Rat für Erziehungsberechtigte

Aber auch betroffene Eltern benötigen Aufklärung, kompetenten Rat und gezielte Hilfestellungen, um nicht – häufig gegen besseres Wissen – in alte Verhaltensmuster zurückzufallen. Ihre Erziehungskompetenz und Handlungsfähigkeit müssen gestärkt werden, damit sie auch dann, wenn sich ihre Kinder anstrengend und unkontrolliert verhalten, ohne körperliche oder seelische Gewalt reagieren können.

Neben den Trägern von Familienbildungs-, Beratungs- und sonstigen Angeboten vor Ort sind auch Erzieherinnen und Erzieher in Kindergärten und Jugendeinrichtungen, Lehrerinnen und Lehrer sowie andere Fachkräfte involviert, die im direkten Kontakt mit den Familien stehen.