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Frühe Hilfen für junge Eltern

Die meisten Eltern geben ihren Kindern das, was sie in ihren ersten Lebensjahren besonders brauchen: Liebe, Sicherheit, Geborgenheit, Zuwendung und Förderung. Manche Eltern sind aufgrund von finanziellen, körperlichen oder anderen Belastungen mit der neuen Aufgabe jedoch überfordert. Um die Entwicklung des Nachwuchses nicht zu gefährden, ist es wichtig, Familien früh zu unterstützen.

Hilfen annehmen

Zum Wohl und zum Schutz der Kinder müssen solche Risiken erkannt und den Familien wirksame Hilfen angeboten werden. Daher sollten auch Angehörige, Nachbarn und Bekannte besonders aufmerksam sein und - wenn nötig - gemeinsam mit den Eltern Beratung und Unterstützung suchen.

Aus- und Aufbau von Netzwerken Früher Hilfen

Die Kernidee der Frühen Hilfen ist es, bestehende Unterstützungsangebote miteinander zu verbinden. Zu diesen Angeboten gehören insbesondere die Kinder- und Jugendhilfe und das Gesundheitswesen, aber auch die Schwangerenberatung, die Unterstützungseinrichtungen für Frauen und Kinder, die häusliche Gewalt erleben, das Bildungswesen und andere Einrichtungen, die Kontakt zu Familie und Kindern in schwierigen Lebenslagen haben.

Um die Idee der Frühen Hilfen deutschlandweit zu verankern, hat der Bund das Aktionsprogramm zu den Frühen Hilfen auf den Weg gebracht. In allen Bundesländern wurden Modellprojekte gefördert, deren Arbeitsergebnisse nun vorliegen. Sie unterstreichen, wie gut es gelingen kann, stark belastete Familien durch eine frühzeitige Ansprache zu erreichen. Das vom Bund eingerichtete "Nationale Zentrum Frühe Hilfen" ist die zentrale Plattform zwischen Praxis und Wissenschaft im Bereich Frühe Hilfen. Es bündelt alle wichtigen Informationen rund um das Thema.

Mit der "Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen" stärkt die Bundesregierung seit 2012 in einem Modellprojekt den Aus- und Aufbau der Netzwerke Frühe Hilfen. Bis 2015 sollen bundesweit vergleichbare Angebote etabliert werden.