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Kinder- und Jugendschutz: Das geht jeden an

Kinder und Jugendliche gehen mit offenen Augen und Ohren auf unsere Welt zu. Das ist gut so. Sie können aber nur bedingt Chancen von Gefahren unterscheiden. Und: Die Offenheit und das Vertrauen von Kindern und Jugendlichen werden leider auch missbraucht. Kinder und Jugendliche brauchen geschützte Entwicklungsräume, aber auch klare Grenzen. Wir müssen gemeinsam alles dafür tun, Gewalt von Erwachsenen gegenüber Kindern und Jugendlichen und die Vernachlässigung von Kindern zu verhindern. Kinder sollten durch die Erziehung befähigt werden, Konflikte - auch untereinander - gewaltfrei zu lösen.

Kinder und Jugendliche probieren gern etwas aus. Was gut ist und was in Abhängigkeiten führt, können sie nicht immer unterscheiden. Die Vermittlung von Kompetenz im Umgang mit Medien, das Aufzeigen der Risiken von Alkohol, Tabak und anderen Drogen, aber auch die Bestimmung von Grenzen schaffen Klarheit, zeigen Wege des vernünftigen Umgangs.

Hier sind Elternhaus, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer - kurz alle, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben - gefordert. Und immer dann, wenn Eltern allein nicht weiterkommen, mit der Betreuung und Förderung ihrer Kinder an Grenzen stoßen und ihre Kraft nicht reicht, sind Staat und Politik gefordert. Der Staat muss - auch durch gesetzliche Regelungen - dafür Sorge tragen, dass Beratungsstellen und Unterstützungssysteme vor Ort Risiken für Kinder und Jugendliche möglichst früh erkennen, schnell und effektiv miteinander kooperieren und Hilfeangebote aufzeigen.