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Regeln und Grenzen

Kinder brauchen klare Regeln und Grenzen: Denn Kinder lernen dadurch, was erlaubt ist und was nicht und finden sich später leichter im Leben zurecht. Klare Strukturen schaffen Sicherheit und Geborgenheit. Wichtig ist dabei, dass Eltern ein gutes Vorbild abgeben und beim Setzen der Grenzen selbst bestimmte Regeln befolgen.

  • Regeln müssen auf das Alter des Kindes abgestimmt sein: Je jünger ein Kind ist, desto geringer ist seine Fähigkeit zu verstehen und zu kommunizieren. Hier sollten Eltern noch sehr viel vorgeben und bestimmen: Ein zweijähriges Kind etwa ist sich in seinem Freiheitsdrang noch nicht der Gefahren im Straßenverkehr bewusst. Auf Bürgersteigen oder in Fußgängerzonen ist dies meist unproblematisch. Beim Überqueren der Straße jedoch ist es besser, das Kind an die Hand zu nehmen.
  • Eltern müssen sich über die Grenzen, die sie setzen wollen, einig sein und sollten genau und im Detail besprechen, welche Regeln in ihrer Familie gelten sollen. Dabei kann der Kontakt und Austausch mit anderen Familien hilfreich sein.
  • Das Wichtigste beim Setzen von Grenzen und Regeln ist Konsequenz: Was heute verboten ist, darf morgen nicht erlaubt sein. Kinder brauchen die Sicherheit, dass Verbote nicht willkürlich von den Erwachsenen aufgestellt werden. Ausnahmen sind möglich, aber nicht, weil das Kind sie erzwingt, sondern weil Mutter und Vater sie machen wollen. Die Abweichung von der Regel sollte auch als solche für das Kind erkennbar sein. Etwa: Bei einer Familienfeier darf das Kind länger aufbleiben als sonst.


Elternfrage: Wie lernen Kinder, sich an Regeln zu halten?

Wichtig ist der direkte Kontakt zum Kind, wenn Sie ihm sagen, was es tun und lassen soll. Sehen Sie es direkt an und sprechen Sie mit fester Stimme. Formulieren Sie Ihre Aufforderung eindeutig. Wenn Sie Ihr Kind unsicher fragen: „Meinst du nicht, dass du genug am PC gespielt hast?“, versteht es diese Frage als halbherzige Bitte und nicht als Aufforderung, den Computer auszuschalten. Besprechen Sie besser zuvor mit dem Kind, wie lange es das Gerät benutzen kann, und achten Sie dann darauf, dass die vereinbarte Zeit auch wirklich von Ihrem Kind eingehalten wird.

(Autorin: Martina Bentenrieder, Erzieherin)