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Stillen

Eine Mutter stillt ihr Baby. Bildquelle: iStockphoto.com Vergrößerte Ansicht des Bildes öffnet in externem Fenster

Ein Baby zu stillen, ist für viele Mütter eine wunderbare Erfahrung und eine ideale Art, einen Säugling zu ernähren: Muttermilch enthält alle Nährstoffe, die ein Baby in den ersten sechs Lebensmonaten benötigt. Außerdem ist die Muttermilch immer sofort und in der richtigen Temperatur verfügbar. Das Stillen schützt das Baby vor Allergien und stärkt die emotionale Verbundenheit zwischen Mutter und Kind. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, Babys ein halbes Jahr lang voll zu stillen. Anfangs müssen Mutter und Kind das Anlegen und Stillen erst lernen; nach ein paar Wochen funktioniert es meist problemlos. Sollte das Stillen aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich sein, gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Baby entweder mit Muttermilch oder einer adäquaten Ersatznahrung zu versorgen. Bei Fragen zur optimalen Ernährung des Säuglings hilft die betreuende Hebamme weiter.

In den ersten Wochen nach der Geburt brauchen Mutter und Kind viel Ruhe beim Stillen und sollten sich Zeit nehmen, gemeinsam einen Rhythmus zu finden. Auf Alkohol und Nikotin sollten stillende Mütter verzichten und Medikamente nur nach ärztlicher Absprache zu sich nehmen, denn über die Muttermilch würde das Baby diese Stoffe ebenfalls aufnehmen.

Elternfrage: Meine Tochter ist jetzt zwölf Wochen alt. Bis jetzt habe ich sie voll gestillt. Seit gestern bin ich mir jedoch nicht mehr sicher, ob meine Tochter wirklich satt wird, da sie sehr quengelig ist und ständig an die Brust will. Soll ich meiner Tochter zusätzlich zur Brust Fläschchen mit Säuglingsnahrung geben?

Ihre Tochter scheint jetzt mehr Milch zu benötigen als zuvor. Legen Sie Ihr Kind jetzt häufig an die Brust. Das verstärkte Saugen des Babys bewirkt, dass Ihr Körper mehr Muttermilch bildet. Innerhalb von zwei Tagen passt sich Ihr Körper dann dem erhöhten Bedarf an und Sie werden wieder ausreichend Milch haben.
Stillberater empfehlen, keine zusätzliche Flaschennahrung zu geben. Säuglinge trinken dann weniger stark an der Brust und die Milch würde weiter zurückgehen.

(Autorin: Birgit Storr, Diplompädagogin)