Inhalt

Schule: Hausaufgaben

Hausaufgaben sollen Kindern helfen, das Gelernte zu festigen und anzuwenden und sie auf neuen Unterrichtsstoff vorbereiten. Sie sollen das selbstständige Arbeiten fördern und den Lernerfolg überprüfen.

Brücken bilden

Die Aufgaben sollten deshalb so gestellt sein, dass Kinder sie auch verstehen und in einer angemessenen Zeit selbstständig erledigen können. Idealerweise knüpfen die Hausaufgaben an das im Unterricht Gelernte an oder bilden mit kleinen Forschungsaufgaben eine Brücke zum neuen Unterrichtsstoff.

Für den zeitlichen Rahmen gibt es in einigen Bundesländern grobe Richtwerte, wie viel Zeit Kinder pro Tag für Hausaufgaben verwenden sollten. Dieser reicht von 30 Minuten in den ersten Schuljahren bis zu 120 Minuten in der Sekundarstufe I.

Eltern können helfen

Eltern können ihre Kinder bei den Hausaufgaben unterstützen, inden sie

  • ihre Kinder ermutigen, ihre Hausaufgaben selbst zu erledigen: Wenn die Eltern in der Nähe sind und selbst etwas erledigen, schafft das eine gute gemeinsame Arbeitsatmosphäre. Die Arbeit der Eltern sollte jedoch die kindliche Konzentration nicht stören.
  • Hilfe anbieten, Fragen selbst zu klären. Auch wenn es schwerfällt, sollte der Versuchung widerstanden werden, die Aufgaben für das Kind zu machen oder eventuelle Fehler zu korrigieren.
  • gemeinsam kontrollieren, ob alle Aufgaben erledigt sind, und zusammen die Sachen für den nächsten Tag packen.
  • helfen, die beste Zeit am Nachmittag für die Hausaufgaben zu finden und an dieser Zeit festhalten.

Elternfrage: Meine Tochter ist in der ersten Klasse. Jeden Nachmittag sitzt sie mehr als eine Stunde über ihren Hausaufgaben, weil sie den Stoff vom Vormittag nacharbeiten muss. Ist das in Ordnung?

Nein, das ist keinesfalls in Ordnung. Nicht nur der Unterricht, auch die Hausaufgaben sollen sich an der Leistungsfähigkeit der Kinder orientieren.

Langsame Kinder dürfen nicht dadurch bestraft werden, dass sie zu Hause nacharbeiten müssen. Die Menge der Aufgaben muss an ihr Lerntempo angepasst sein. Suchen Sie das Gespräch mit der Lehrkraft, um eine Lösung zu finden.

(Autorin: Birgit Storr, Diplompädagogin)