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Internet, PC-Spiele und Filme: Was ist für Kinder geeignet?

Kinder und Jugendliche sollen vor Medieninhalten geschützt werden, die ihnen in ihrer Entwicklung schaden können. Denn nicht alles, was verfügbar ist, ist auch für Kinder geeignet.

Einen wirkungsvollen Beitrag zum Schutz ihrer Kinder vor gefährdenden Medieninhalten können Eltern bereits selbst leisten:

  • Es braucht Zeit, zusammen mit den Kindern gemeinsam das breite Medienangebot kritisch zu betrachten. Kinder sollen selbst einschätzen lernen, was ihnen gut tut; sie brauchen eine Ermutigung, "Nein" zu sagen und elterliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn sie mediale Angebote als unangenehm oder beängstigend empfinden.
  • Ein offenes und vertrauensvolles Klima in der Familie erleichtert es Kindern, über negative (Medien-)Erlebnisse zu sprechen. 
  • Kinder sollten konsequent nur altersgerechte Filme und Sendungen zu entsprechenden Zeiten sowie altersgerechte Computerspiele sehen bzw. spielen. Sie brauchen klare Grenzen. Für das Verständnis der Kinder ist es hilfreich, wenn Eltern erklären, warum sie bestimmte mediale Inhalte für ungeeignet halten und Seiten, Spiele oder Filme verbieten.
  • Kinder brauchen eine interessierte Begleitung bei ihren Medienaktivitäten – Eltern sollten darüber informiert sein, welche Internetseiten es besucht. Schutz bieten auch die Installation einer Kinderschutzsoftware und die Sicherheitsfunktionen des Browsers.
  • Vielerorts bieten Elternbildungsveranstaltungen Information und Unterstützung bei Fragen zur Medienerziehung in der Familie.

Die rechtlichen Grundlagen des Jugendmedienschutzes bilden insbesondere das Jugendschutzgesetz (JuSchG) und der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV). Die Umsetzung des Jugendmedienschutzes wird durch verschiedene Institutionen wahrgenommen. So gibt es Melde- und Beschwerdestellen, denen über Hotlines problematische Internetseiten oder andere für Kinder bedenkliche Medieninhalte gemeldet werden können. Dabei handelt es sich um die Freiwillige Selbstkontrolle der Unterhaltungsbranchen (Multimedia, Fernsehen, Film sowie Unterhaltungssoftware).

Elternfrage: Darf ich mit meiner zehnjährigen Tochter auch einen Kinofilm anschauen, der erst ab 12 Jahren freigegeben ist?

Kinder, die über sechs, aber noch nicht zwölf Jahre alt sind, dürfen dann Vorführungen von Filmen besuchen, die erst ab 12 Jahren freigegeben sind, wenn sie durch einen Personensorgeberechtigten, wie etwa ein Elternteil, begleitet werden. Wenn Sie mit Ihrer Tochter einen Film anschauen wollen, der noch nicht für ihre Altersstufe freigegeben ist, sollten Sie aber im Vorfeld überlegen, ob dieser Film tatsächlich schon für Ihr Kind geeignet ist.

(Autorin: Dr. Verena Wittke, Pädagogin)