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Aufräumen mit Kindern

Ordnung halten erleichtert das Leben. Diese Erfahrung sollten schon die Kinder machen – und das möglichst früh! Allerdings benötigen sie dabei, je nach Alter, mehr oder weniger Unterstützung durch Eltern und andere Erwachsene.
Vieles wird einfacher, wenn Kindern das Aufräumen und Saubermachen auf verschiedene Weisen erleichtert wird: 

  • Bereits bei der Auswahl der Möbel für das Kinderzimmer kann man darauf achten, dass Fächer und Schubladen vorhanden sind, die ein Sortieren der Spielsachen und anderer Materialien ermöglichen. Wenn Schubladen mit Fotos oder Bildern der Gegenstände beklebt werden, die dort aufbewahrt werden, wissen bereits kleinere Kinder, was wohin gehört. Kuscheltiere fühlen sich in einer aus einem Netz oder einem Wandbehang gespannten Hängematte wohl. Für kleine Gegenstände wie Murmeln, lose Puzzleteile, Bausteine und anderes eignet sich ein Kästchen mit vielen verschiedenen Fächern.
  • Wenn Kinder den Überblick über ihre Spielsachen behalten können, sind sie in der Lage, ihre Sachen zu erkennen und dafür die Verantwortung zu übernehmen. In regelmäßigen Abständen sollten nicht mehr altersgerechte Spielmaterialien aussortiert werden.
  • Kinder orientieren sich an Vorbildern: Herrscht im Wohnzimmer oder in der Küche Chaos, versteht das Kind nicht, warum es gerade in seinem Zimmer Ordnung halten soll.
  • Für ältere Kinder sind fest vereinbarte Wochentage hilfreich, an denen aufgeräumt wird. Dabei darf es auch Ausnahmen geben: Sie fühlen sich ernst genommen, wenn zum Beispiel ihre mit viel Liebe konstruierten Bauwerke dabei stehen bleiben dürfen.
  • Werden Kinder möglichst früh beim Putzen des Kinderzimmers mit einbezogen, haben gerade jüngere Kinder dabei oftmals Spaß und machen die wichtige Erfahrung, dass das Putzen in einem aufgeräumten Raum leichter funktioniert, als wenn Gegenstände herumliegen.
  • Ordnung ist wichtig, Eltern sollten aber auch keine übertriebenen Ansprüche stellen.

Elternfrage: Beim Aufräumen gibt es bei uns immer Tränen und Gequengel. Was können wir tun?

Bei notwendigen Arbeiten wie Aufräumen, Putzen und Saubermachen sind die Stimmung und Atmosphäre wichtig: Machen sich Eltern selbst schlecht gelaunt an diese Aufgaben heran, schauen sich Kinder genau das ab und empfinden sie als ebenso mühsam und lästig. Die Arbeit fällt leichter, wenn beim Aufräumen Musik läuft, Sie dabei singen oder es zu einem Spiel machen. Zeigen Sie Ihrem Kind, warum es sich lohnt, Ordnung zu machen: "Wenn der Boden wieder frei ist, können wir dort eine Runde puzzeln."

(Autorin: Martina Bentenrieder, Erzieherin)