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Zahnen

Der erste Zahn ist ein Ereignis für die ganze Familie. Normalerweise kommt der erste Zahn zwischen dem fünften und achten Lebensmonat. Es gibt ganz selten auch Kinder, die bereits mit Zähnen auf die Welt kommen. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn das Zahnen in Schüben vor sich geht. In der Regel brechen die Zähne des sogenannten Milchgebisses wie folgt durch:

  • 5. bis 8. Lebensmonat: untere mittlere Schneidezähne
  • 8. bis 10. Lebensmonat: obere mittlere Schneidezähne
  • 10. bis 14. Lebensmonat: obere und untere seitliche Schneidezähne
  • 14. bis 18. Lebensmonat: untere und obere vordere Backenzähne
  • 18. bis 24. Lebensmonat: obere und untere Eckzähne
  • 24. bis 30. Lebensmonat: obere und untere hintere Backenzähne

Das Zahnen geht häufig mit Fieber einher. Das liegt daran, dass durch das Zahnen das Immunsystem geschwächt ist und die Kinder für Infekte anfällig werden. Das Zahnen selbst führt nicht zu Fieber, aber zu anderen unangenehmen Begleiterscheinungen. Der Zahn muss die Mundschleimhaut durchstoßen. Dadurch wird die Schleimhaut gequetscht, was für die Kleinen sehr schmerzhaft sein kann. Manche Kinder haben sogar Blutblasen an der Stelle des Zahndurchbruchs.

Nach dem Durchbruch der Milchzähne dauert es noch ca. zwei Jahre, bis das Wurzelwachstum abgeschlossen ist. Die Zahnkeime der bleibenden Zähne lösen die Wurzeln der Milchzähne auf und sorgen dafür, dass die Milchzähne ausfallen. Etwa um das sechste Lebensjahr setzt der Zahnwechsel ein. Meist kommen zuerst die ersten bleibenden Mahlzähne, die oft als verspätete Milchzähne angesehen werden. Als solche werden sie bei der Zahnpflege häufig vernachlässigt („Die fallen ja doch aus.“) und nicht ausreichend gepflegt, mit dem Effekt, dass sie oft auch als erste Karies entwickeln. Auch wenn die Milchzähne wieder verloren gehen, ist es von Anfang an unbedingt notwendig, sie ausreichend zu reinigen, weil sie Platzhalter für die nachfolgenden Zähne sind.

Elternfrage: Wie kann ich meinem Kind das Zahnen erleichtern?

Das Unangenehmste am Zahnen ist für das Kind der Durchbruch des Zahns durch die Schleimhaut. Diese Tipps helfen, den Schmerz zu lindern:

  • Gekühlte Beißringe betäuben den Schmerz und unterstützen den Durchbruch.
  • Bei älteren Kindern können Sie mit fester Nahrung wie Apfelstücken, Brotkanten oder Möhren den Durchbruch beschleunigen helfen.
  • Für die Nachtstunden empfehlen sich oberflächlich betäubende Gels oder Salben, die auf den Kieferkamm aufgetragen werden.

(Autorin: Ursula Sottong, Ärztin und Gesundheitswissenschaftlerin)

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