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Familie und Freizeit: Reisen mit Kindern

"Wie soll das bloß alles in den Kofferraum passen!?" Die Urlaubsreise mit kleinen Kindern ist in vielen Familien davon geprägt, dass viel zu viel Gepäck verstaut werden soll. Das Reisebett, der Kinderwagen, vielleicht noch ein Roller und Fahrräder.

Reisen, die Eltern mit Kindern unternehmen, sind vielfältig: Unabhängig davon, ob eine Fernreise oder Pauschalreise, ob es in die Berge oder ans Meer geht – es ist gut, vorher darüber zu sprechen, was jeder von diesem Urlaub erwartet. Gerade diese Zeit ist oft mit Wünschen überfrachtet. Jeder möchte gern Raum für sich haben, vor allem die Eltern versprechen sich Zeit zu zweit. Die Kinder haben andere Wünsche, und Aktionen mit der gesamten Familie sollen ebenfalls nicht zu kurz kommen. Gleichzeitig ist der Urlaub zeitlich begrenzt.

Kleine Kinder brauchen keine großen Aktionen oder lange Reisen in spannende Länder. Der Sandstrand oder ein Spielplatz sind für sie interessanter als fremde Menschen in großen Städten. Ältere Kinder haben oft klare Vorstellungen davon, wie sie ihre Ferien verbringen wollen. Wenn abwechselnd Kinder oder Eltern bestimmen, was an einem Tag unternommen wird, kann jeder sich einbringen.

Lange Autofahrten werden für Kinder oft zur Qual und strapazieren dann auch die Eltern. Einfacher geht es, wenn

  • Pausen auf Rastplätzen mit Spielmöglichkeiten eingeplant werden.
  • die Eltern immer wieder kleine Spiele mit den Kindern spielen – und wenn es der Klassiker "Ich sehe was, was du nicht siehst" ist.
  • die Kinder gemütlich und so sitzen, dass sie auch schlafen können.

Elternfrage: Ab wann sollte ich mein Kind in die Urlaubsplanung einbeziehen?

Wenn Sie schon kleine Kinder in die Planung einbeziehen wollen, legen Sie als Eltern vorher zwei bis drei mögliche Ziele fest. Dann können die Kinder unter umsetzbaren Alternativen wählen. Ab 10 Jahren sollten Kinder sich stärker in die Planung einbringen können. Den finanziellen Rahmen legen Sie fest, das "Wo" und "Was" bestimmt die Familie gemeinsam.

(Autorin: Regina Jauch, Diplompsychologin)