Inhalt

Einwanderung: Neu zugewanderte Familien in Deutschland

Zuwanderung betrifft oft die gesamte Familie. Damit sich alle Familienmitglieder gut in der neuen Heimat einleben, können sie verschiedene Hilfen und Unterstützungsangebote nutzen. Neben den bundesweit vorhandenen Beratungs- und Informationsdiensten gibt es Sprach- und Integrationskurse sowie Kindertagesstätten, die sich besonders der Sprachförderung von Nicht-Muttersprachlern widmen. Wichtige Anlaufstellen und praktische Informationen sind im Familien-Wegweiser zusammengestellt.

Hilfe und Beratung

Erste Anlaufpunkte für Migrantinnen und Migranten sind die örtlichen Beratungsstellen. Hier werden sie durch Integrationsprojekte beispielsweise bei der Arbeitssuche unterstützt. Spezielle Angebote für Jugendliche bis zum Alter von 27 Jahren gibt es bei den Jugendmigrationsdiensten vor Ort.

Sprach- und Integrationskurse

Kenntnisse der deutschen Sprache sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration. Rund ein Drittel der Kinder unter fünf Jahren in Deutschland hat einen Migrationshintergrund. Je besser Kinder und Jugendliche die neue Sprache beherrschen, desto besser kommen sie im Alltag zurecht. Damit steigen später auch die Chancen auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Im Rahmen der Bundesinitiative Offensive Frühe Chancen des Bundesfamilienministeriums fördert der Bund rund 4.000 Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration. Sprachförderprogramme wie "HIPPY Deutschland" oder "Rucksack" bringen Kindern im Vorschulalter gemeinsam mit ihren Eltern spielerisch die noch fremde Sprache näher.

Neu eingereiste Migranten sind dazu angehalten, in den ersten zwei Jahren einen Integrationskurs zu belegen. Neben der Sprache werden auch die Landeskultur und das politische System Deutschlands vermittelt. Ergänzend können sie mit der berufsbezogenen Deutschförderung ihre Sprachfähigkeiten speziell weiter verbessern.

Aufenthalt in Deutschland

Für Zuwanderer aus EU-Staaten gelten andere Regelungen als für Nicht- EU-Länder. So ist der Aufenthalt in Deutschland für Familienangehörige aus Nicht-EU-Ländern in den ersten zwei Jahren an die eheliche Lebensgemeinschaft gebunden, für einen möglichen Nachzug gelten besondere Regelungen. Organisationen wie der Verband binationaler Familien und Partnerschaften helfen bei Fragen rund um Nachzug, Aufenthalt, Eheschließung oder Scheidung.

Finanzielle Sicherung

Je nach Aufenthaltsstatus können Familien auch finanzielle Hilfen beantragen. Unter bestimmten Voraussetzungen haben sie Anspruch auf Elterngeld oder Kindergeld. Auch ein Unterhaltsvorschuss kann gewährt werden.

"Menschen stärken Menschen" - Paten, Gastfamilien und Vormünder für eine gelungene Integration

Menschen, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren werden durch das neue Programm "Menschen stärken Menschen" gefördert. Ziel ist es, Patenschaften zwischen geflüchteten Menschen und hier lebenden Menschen zu unterstützen. Insgesamt sollen damit die Rahmenbedingungen für Helfer verbessert und ein möglichst dauerhaftes Engagement erreicht werden.

Ein Wegweiser-Telefon informiert über die Möglichkeiten im Bereich Patenschaft, Gastfamilie und Vormundschaft. Das Wegweiser-Telefon ist unter der Nr. 0 800 200 50 70 von Montag bis Freitag in der Zeit von 07:30 bis 16:00 Uhr erreichbar.