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Babys Erstausstattung

Was sie für ihr Baby in den ersten Wochen und Monaten benötigen, fragen sich viele werdende Eltern. Ob Kleidung, Pflege, Einrichtung - es gibt eine Vielzahl von Produkten für Babys. Für die erste Zeit mit dem Familienzuwachs benötigt man jedoch in der Regel viel weniger, als man denkt. Es empfiehlt sich gerade für Familien mit knappem Budget, erst einmal nur eine Grundausstattung anzuschaffen. Viele Dinge bekommt man zur Geburt geschenkt. Das meiste kann auch noch besorgt werden, wenn das Baby schon da ist. Die Erstausstattung sollte eher früher als später bereitliegen, denn manche Kinder kommen weit vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt.

Erstausstattung für Neugeborene

Zur Grundausstattung an Kleidung gehören einige Bodys, Wickelhemdchen, Strampler, ein Jäckchen, eine Ausfahrgarnitur (in den Größen 56-62) und ein Mützchen. Als Schlafplatz benötigt das Baby ein Kinderbett, eine Wiege oder einen Stubenwagen mit Matratze. Am sichersten schläft es im Schlafsack. Diese Anschaffung lohnt in jedem Fall.

Zur Pflege des Babys empfiehlt es sich, einen festen Wickelplatz einzurichten, an dem das Baby bequem im Stehen gewickelt werden kann. Gut ist es, wenn der Wickelplatz zusätzlich durch eine Wärmelampe beheizt wird. Windeln für Neugeborene sollten bereitliegen. Denn ist das Baby erst einmal da, braucht es sofort Windeln. Ob Stoff- oder Wegwerfwindeln verwendet werden, ist Geschmackssache.

Bei der Körperpflege gilt: Weniger ist mehr. Gebadet werden kann das Baby in einer speziellen Babybadewanne, oder einfach in der Dusch- oder Badewanne oder im Waschbecken. Babys brauchen keine Bodylotionen, Schaumbäder oder Shampoos. Für die Reinigung reicht klares Wasser und Öl, zum Beispiel Speiseöl, vollkommen aus. Für den Po können Sie eine Wundschutzcreme verwenden. Heilend wirkt auch Muttermilch, auf den wunden Po getropft.

An kalten Tagen sollte das Gesicht mit einer fetthaltigen Creme eingecremt werden. Die Anschaffung von Fieberthermometer und Nagelschere für Säuglinge ist auf jeden Fall sinnvoll, da diese Dinge früher oder später auf jeden Fall benötigt werden. Die Nägel des Neugeborenen sollen jedoch erst nach sechs Wochen das erste Mal geschnitten werden, da sie noch sehr weich sind.

Wenn das Kind als Nahrung Muttermilch erhalten soll, sind Fläschchen oder Sauger überflüssig. Schön und bequem sind jedoch Stillkissen, die es Mutter und Kind erleichtern, eine bequeme Stillposition einzunehmen. Wird das Kind mit Fertigmilch (adaptierte Säuglingsnahrung) gefüttert, werden ca. sechs Milchflaschen und Milchsauger benötigt. Es empfiehlt sich, einen elektrischen Flaschenwärmer und ggf. ein Sterilisiergerät anzuschaffen.

Mit dem Baby unterwegs

Ausflüge mit dem Baby oder Erledigungen lassen sich mit einem Kinderwagen oder auch mit Tragetuch oder Tragesack unternehmen. Viele Babys lieben es, getragen zu werden, auf längeren Strecken ist ein Kinderwagen meist komfortabler. Die Eltern müssen selbst ausprobieren, womit sie und ihr Kind besser zu recht kommen. Viele greifen auf beides zurück. Wer mit dem Auto unterwegs ist, ist verpflichtet, das Kind in einer Babyschale der Gruppen 0 oder 0+ zu sichern. Das gilt auch schon für die Fahrt mit dem Neugeborenen vom Krankenhaus oder Geburtshaus nach Hause.

Finanzielle Unterstützung

Bezieherinnen und Bezieher von ALG II, Sozialgeld bzw. Grundsicherungsleistungen können bei der für sie zuständigen Behörde, zum Beispiel Jobcenter oder Sozialamt, finanzielle Leistungen zur Erstausstattung beantragen. Weiterhin unterstützt die Bundesstiftung Mutter und Kind werdende Eltern mit geringem Einkommen durch finanzielle Zuschüsse. Sozial- oder Familienberatungsstellen am Wohnort geben Auskunft.

Elternfrage: In sechs Wochen erwarten wir ein Baby. Wir wohnen jedoch in einer Zwei- Zimmer- Wohnung und können unserem Kind noch kein Kinderzimmer einrichten. Wir überlegen umzuziehen und fragen uns: Braucht unser Kind von Anfang an ein eigenes Zimmer?

Babys sind am liebsten in der Nähe Ihrer Eltern, am Tag wie auch in der Nacht. Ein eigenes Kinderzimmer brauchen sie nicht. Ein Wickelplatz und eine Spielecke reichen völlig aus.

Auch zum Schlafen benötigen Sie kein Extrazimmer für Ihr Baby. Es wird sogar empfohlen, Babys im Schlafzimmer der Eltern im eigenen Bettchen schlafen zu lassen. Vorausgesetzt, es wird in dem Zimmer nicht geraucht. Mit einem Umzug können Sie sich also Zeit lassen und jetzt erst einmal die letzten Wochen bis zur Geburt genießen.

(Autorin: Birgit Storr, Diplompädagogin)