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Bildung und Teilhabe

Nachdem Bundestag und Bundesrat der Hartz-IV-Reform zugestimmt haben, kann das geplante Bildungs- und Teilhabepaket für Kinder rückwirkend zum 1. Januar 2011 eingeführt werden. Damit profitieren die Kinder von den neuen Leistungen und können so besser am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft teilnehmen.

Die betroffenen Kinder erhalten die Möglichkeit, zum Beispiel ein Musikinstrument zu lernen, Mitglied im Fußball- oder einem anderen Sportverein zu werden und an Freizeiten teilzunehmen. Der Besuch von Kursen an Volkshochschulen oder andere Aktivitäten kultureller Bildung wie Museumsbesuche, Theaterbesuche sowie museumspädagogische Angebote und Aktivitäten zur Stärkung der Medienkompetenz – mit Ausnahme von Kinovorstellungen – gehören ebenfalls dazu.

Zu den Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets zählen:

  • eintägige Schul- und Kitaausflüge
  • mehrtägige Klassen- und Kitafahrten
  • der persönliche Schulbedarf
  • die Beförderung von Schülerinnen und Schülern zur Schule
  • Lernförderungen
  • die Teilnahme an einer gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung in Schule oder Kindertageseinrichtungen
  • die Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft.

Diese Leistungen können als Geld- oder Sachleistungen gewährt werden. Durch die Sachleistungen wird sichergestellt, dass die Kinder individuell gefördert werden können. Das Kind kann Teilhabeangebote grundsätzlich in ganz Deutschland in Anspruch nehmen unter der Voraussetzung, dass der Anbieter geeignet ist und das Angebot den für die Teilhabeleistung vorgesehenen Zweck erfüllt.

Antragsweg für Bezieher von Kinderzuschlag und Wohngeld:

Für die Bildungs- und Teilhabeleistungen ist die Kommune verantwortlich, d.h. Gemeinde, Landkreis oder Stadtverwaltung. Das stellt eine bürgernahe Verwaltung sicher. Den Kinderzuschlag von bis zu 160 Euro, ab 1. Januar 2017 170 Euro, zahlt die Familienkasse.

Der Antragsweg für Bezieher von Arbeitslosengeld-II:

Für Arbeitslosengeld II-Bezieher setzen die Kommunen das Bildungspaket in der Regel im örtlichen Jobcenter um.