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Sicherheit: Kinder unfallfrei und sicher aufwachsen lassen

Ein Vater hilft seiner Tochter beim Fahrradfahren. Vergrößerte Ansicht des Bildes öffnet in externem Fenster

Wer Kinder hat, versucht tagtäglich Gefahren abzuwägen und einzuschätzen, wie viel Selbständigkeit ihnen schon zugetraut werden kann. Unfälle aller Art gelten als Gesundheitsrisiko Nummer eins im Kindesalter. Ein gesundes Gefahrenbewusstsein ist die allerbeste Unfallversicherung für Kinder und Erwachsene.

Gefahren im Alltag sicher bewältigen

Die meisten Unfälle unter Kindern passieren durch Stürze. Weitere häufige Unfallarten sind Verbrennungen und Verbrühungen. Jedes Jahr sind in Deutschland 1,7 Millionen Kinder von solchen Unfällen betroffen. Mehr als 500.000 Mädchen und Jungen verunglücken dabei so schwer, dass ärztliche Hilfe notwendig ist. Damit Kinder nicht erst aus Schaden klug werden müssen, brauchen Eltern und Fachkräfte einen guten Blick für die Gefahren, die ihrem Nachwuchs im Alltag drohen können.

Wo man auf Gefahren stößt und wie man damit zurechtkommt, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Alter, Entwicklungsstand, Erziehung und Naturell wirken sich dabei gleichermaßen auf das Verhalten und auf die Bewältigung des Alltags aus. Auch Eltern reagieren bei der Einschätzung von Gefahren sehr unterschiedlich, oft geprägt von den Erfahrungen aus ihrer eigenen Kindheit.

Wer sein Kind gut kennt, kann leichter einschätzen, wie groß die Neugier ist, wie weit der Kletterdrang reicht oder wie sicher es sich im Straßenverkehr bewegt. So gelingt es Eltern besser, Selbständigkeit zu fördern und zugleich Gefahren zu vermeiden.

Möglichkeiten zur Prävention

Es gibt zahlreiche hilfreiche Tipps, wie Erwachsene Gefahren für Kinder erkennen und typische Unfallursachen vermeiden können.

  • Um Gefahren besser einschätzen zu können, sollten Eltern immer wieder einmal den Blickwinkel ihres Kindes einnehmen. Was interessiert mein Kind? Wie entwickelt sich sein Aktionsradius? Was traut es sich zu? Wobei braucht es Begleitung?
  • Kinder brauchen zu Hause eine sichere Umgebung, in der sie gefahrlos ihrem Bewegungsdrang und ihrer Neugierde nachgehen können. Ist der Herd gesichert? Sind Putz- und Waschmittel sowie Arzneien außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt? Wurden Regale sicher befestigt?
  • Die Verkehrserziehung kann nicht früh genug starten. Auch wer mit dem Buggy oder dem Fahrradsitz unterwegs ist, kann seine Kinder bereits auf rote Ampeln, sichere Übergänge und auf mögliche Gefahren hinweisen. Achtung: Ein Kind, das schon mit Lauf- oder Fahrrad unterwegs ist, muss deswegen noch lange nicht bereit für den Straßenverkehr sein. Ein Fahrradhelm, der richtig sitzt, schützt vor schweren Verletzungen.
  • Mit jeder Saison eröffnen sich neue Orte und Gelegenheiten, die Kinder entdecken möchten. Die Gefahr von Badeunfällen, Grillverbrennungen und Erfrierungen müssen Eltern deshalb immer wieder neu mit Kindern altersgerecht besprechen.

Richtiges Verhalten bei Unfällen

Manche Schrammen und Beulen werden sich kaum vermeiden lassen. Damit nicht Schlimmeres passiert, müssen Eltern nicht nur Gefahren einschätzen, sondern auch im Notfall richtig reagieren können. Ruhe bewahren, Hilfe suchen, Trost spenden – drei wichtige Schritte, die in einer Unfallsituation vorrangig sind. Wer noch mehr darüber wissen will, wie man sich für spezielle Unfallgefahren wappnen kann, sollte einen der zahlreich angebotenen Erste-Hilfe-Kurse für Unfälle bei Kindern besuchen.

Eltern müssen sich immer wieder vor Augen halten, dass sie selbst die wichtigsten Vorbilder für ihre Kinder sind. Wie Eltern im Alltag Herausforderungen meistern und mit gefährlichen Situationen umgehen, prägt das Verhalten ihrer Kinder maßgeblich.