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Sozialhilfe: Hilfe zum Lebensunterhalt

Die Hilfe zum Lebensunterhalt ist eine Sozialleistung des Staates für bedürftige, nicht erwerbsfähige Personen. Dazu zählen beispielsweise Bezieherinnen und Bezieher einer Rente wegen Erwerbsminderung, längerfristig Erkrankte oder auch in Einrichtungen betreute Menschen.

Sicherung des Existenzminimums

Die Hilfe zum Lebensunterhalt soll das Existenzminimum von den Menschen sichern, die weder die Grundsicherung für Arbeitsuchende (Arbeitslosengeld II) noch eine Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung erhalten.

Die Höhe der Leistung richtet sich nach dem Bedarf des Sozialhilfeempfängers. Sie liegt auf dem Niveau des Arbeitslosengeldes II. Eigenes Einkommen und Vermögen werden bei der Berechnung des Regelsatzes berücksichtigt.

Weitere Sozialleistungen

Neben dem Regelbedarf zur Sicherung des Lebensunterhalts können weitere Leistungen gewährt werden. Dies sind:

  • Mehrbedarfszuschläge bei Schwangerschaft ab der 13. Schwangerschaftswoche, Alleinerziehung, Behinderung oder kostenaufwendiger Ernährung,
  • Leistungen für eine angemessene Unterkunft und Heizung, einschließlich Umzugskosten und Mietkautionen, wenn dies notwendig ist,
  • Unterstützung bei zu zahlenden Beiträgen zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung sowie zur Altersvorsorge und Sterbegeldversicherung,
  • einmalige Leistungen für Erstausstattungen für die Wohnung und für Bekleidung, auch bei Schwangerschaft und Geburt.

Zudem können Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Leistungen für Bildung und Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben gewährt werden.