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Oma und Opa gehören dazu! - Für ein gutes Miteinander aller Generationen

Oma und Opa haben häufig mehr Zeit und weniger Verpflichtungen. Deshalb genießen die meisten Kinder die gemeinsame Zeit mit den Großeltern. Da kann ausgiebig gespielt oder gebastelt werden und viele Regeln werden nicht so streng genommen. Am spannendsten finden es Kinder, wenn Großeltern davon erzählen, wie es früher mit Mama oder Papa war. Festzustellen, dass Oma und Opa auch Eltern sind und die Familiengeschichte lebendig machen können, prägt das Zusammengehörigkeitsgefühl in einer Familie.

In vielen Familien spielt die Unterstützung der Großeltern bei der Kinderbetreuung eine wichtige Rolle. Unabhängig davon gibt es immer wieder Konflikte über Erziehungsfragen, die das Verhältnis zwischen Eltern und Großeltern trüben können. Vor allem wenn das Kind noch sehr klein ist, dauert es meist eine Weile, bis sich Eltern und Großeltern in ihrer neuen Rolle zurechtfinden. Alte Konflikte können dabei an die Oberfläche kommen und zu neuen Spannungen führen.

Für beide Seiten, Eltern wie Großeltern, ist es hilfreich, möglichst viel Gelassenheit bei der Sorge für das (Enkel-)Kind an den Tag zu legen. Auch Konflikte anzusprechen und klare Absprachen zu vereinbaren ist förderlich, damit sich eine gute Großelternbeziehung entwickeln kann. Kinder spüren intuitiv, wenn sich Eltern und Großeltern uneinig sind. Deshalb hilft es ihnen, wenn allen klar ist, dass bei Oma und Opa andere Regeln gelten als zu Hause.

Was tun, wenn keine Großeltern da sind?

Manchmal ist eine Beziehung zu den Großeltern nicht so leicht möglich. Was können Familien tun, wenn sie über weite Strecken entfernt leben, wenn Elternteile verwaist oder Beziehungen zu den Großeltern vollständig abgebrochen sind? Oft fällt es Eltern schwer, einen "richtigen" Zeitpunkt dafür zu finden, mit ihrem Kind über solche Beziehungen zu sprechen. Auch wenn ein Kind nicht von alleine fragt, warum es keine Großeltern hat, sollten Eltern das Thema von sich aus ansprechen und altersgerecht erklären, warum die Großeltern nicht zur Verfügung stehen. Eine plausible Erklärung kann viel Unwohlsein ersparen. Auch die Suche nach einer "Ersatzoma" oder einem "Leihopa" ist eine gute Möglichkeit, dem Bedürfnis nach einer Großelternbeziehung nachzukommen.

Wenn die räumliche Entfernung zu den Großeltern einen persönlichen Kontakt erschwert, können Briefe, Päckchen oder Telefonate für eine gute Beziehung sorgen. Vielleicht lassen sich auch ein paar Ferientage bei Oma und Opa verbringen, um einen intensiveren Kontakt aufzubauen. Auch wenn nicht immer alles perfekt läuft: Sicher ist, dass Kinder von Familienbeziehungen zu verschiedenen Generationen profitieren und eine sichere "Verwurzelung" ihnen Halt bietet. Großeltern gehören daher zum Aufwachsen dazu.