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Adoption: Voraussetzungen bei Alleinstehenden

Grundlegende Voraussetzungen

Die Adoption eines Kindes ist grundsätzlich nur zulässig, wenn sie dem Wohl des Kindes dient und zu erwarten ist, dass zwischen dem Annehmenden und zwischen dem Kind ein Eltern-Kind-Verhältnis entsteht. Dies gilt für verheiratete, alleinstehende oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebende Personen gleichermaßen. Nicht verheiratete Personen können nur allein adoptieren und müssen das 25. Lebensjahr vollendet haben.

Altersgrenze der Adoptionsbewerber

Eine sog. Altershöchstgrenze ist gesetzlich nicht festgelegt. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter spricht sich in ihren "Empfehlungen zur Adoptionsvermittlung" dafür aus, dass es dem Wohl des Kindes in der Regel nicht diene, wenn der Altersabstand zwischen Annehmendem und Kind größer als 40 Jahre sei.

Adoption durch eine Alleinstehende

Aufgabe der Adoptionsvermittlungsstellen ist es, Kinder zu den für sie am besten geeigneten Bewerbern zu vermitteln. Dabei steht das Wohl des Kindes im Mittelpunkt. Bei einer Adoption durch eine alleinstehende Person wird eine besonders eingehende Kindeswohlprüfung durchgeführt. Eine Adoption kann sich vor allem anbieten bei:

  • bereits länger währender, für das Kind bedeutsamer Beziehung, die einem Eltern-Kind-Verhältnis entspricht,
  • der Aufnahme eines verwandten Kindes,
  • bei Kinder, für die auf Grund persönlicher Erfahrungen die Vermittlung zu einem Bewerberpaar nicht förderlich ist,
  • bei Aufnahme eines Kindes, das von den leiblichen Eltern nur zur Adoption durch diese alleinstehende Person freigegeben wird, soweit dies keinen Rechtsmissbrauch darstellt.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter stellt in ihren Empfehlungen ausführlich dar, nach welchen Kriterien die Eignungsprüfung der Adoptionsbewerber erfolgen sollte.