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Der Familien-Wegweiser gibt Tipps zum Gesundbleiben und wie man Arztbesuche mit Kindern stressfrei hinter sich bringt

Wenn Eltern in der kalten Jahreszeit etwas stärker auf die Kinderkleidung achten, ist das gut: Kinder erkälten sich häufiger als Erwachsene, da sich ihre Abwehrkräfte erst noch ausbilden müssen. Wichtig ist zum Beispiel, dass Kinder eine Mütze tragen, damit ihr Körper nicht ungesund viel Körperwärme über den Kopf abgibt.

Zu viel Vorsicht ist allerdings auch nicht gut, denn gerade für das Ausbilden der Abwehrkräfte leisten der Winter und die winterlichen Erkältungen gute Dienste. Zum einen hilft frische Luft den Schleimhäuten, feucht zu bleiben, sodass sie Viren weniger Angriffsfläche bieten. Mit der richtigen Kleidung ist Bewegung im Freien daher auch bei Minusgraden sinnvoll, selbst wenn sich beim Kind gerade ein Schnupfen anbahnt. Zum anderen müssen Abwehrkräfte trainiert werden wie Muskeln, indem sie mit Erregern in Kontakt kommen. Erkältungen hinterlassen ein gestärktes Immunsystem, das mit künftigen Infektionen besser umgehen kann.

Arztbesuche ernstnehmen

Mit dem Arztbesuch sollten Eltern nicht zu lässig umgehen: Wenn es sich um mehr als eine Schniefnase handelt und das Kind durch Grippesymptome erkennbar geschwächt ist oder unter mehrtägigem hohen Fieber leidet, sollte schleunigst eine Arztpraxis aufgesucht werden. Auch vorbeugende Impfungen sind ein Grund, um mit den Kindern zu einer Ärztin oder einem Arzt zu gehen.

Tipps für den Arztbesuch

Um den Arztbesuch möglichst angenehm über die Bühne zu bringen, empfiehlt es sich, Stresssituationen zu minimieren – für Kinder wie Erwachsene, denn Stress ist übertragbar. Um Kindern die Angst vor dem Unbekannten zu nehmen, kann man mit ihnen über Symptome sprechen, Kinderbücher und Videos zu Krankheit und Gesundheit anschauen oder Fragen für den Arzt vorbereiten. Die Eltern wiederum sollten alle nötigen Unterlagen einpacken, von der Versichertenkarte bis zum Impfpass. Übermüdet oder ausgehungert zum Arzt zu gehen, rächt sich meistens, gerade bei langen Wartezeiten. Im Wartezimmer können das Lieblingsbuch oder Lieblingsspielzeug helfen, sich von der eigenen Nervosität oder Langeweile abzulenken. Für besonders tapfere Kinder ist unter Umständen auch eine Belohnung angebracht.