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Die "Ehe für alle" tritt in Kraft

Am 1. Oktober 2017 tritt das „Gesetz zur Einführung des Rechtes auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts“ in Kraft. Im Bürgerlichen Gesetzbuch heißt es ab dann: "Die Ehe wird von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts auf Lebenszeit geschlossen." Damit dürfen auch gleichgeschlechtliche Paare ab diesem Zeitpunkt heiraten.

Das neue Gesetz hat auch Auswirkungen auf die Adoption von Kindern. So können künftig auch zwei verheiratete Frauen oder zwei verheiratete Männer Kinder adoptieren. Dieses geschieht nur gemeinsam – außer bei der Stiefkindadoption. Lebenspartner dürfen dagegen nur nacheinander adoptieren. Das bedeutet, dass zunächst ein Partner oder eine Partnerin ein Kind adoptiert und dann der Lebenspartner oder die Lebenspartnerin dieses Kind als Stiefkind adoptiert. Interessierte Paare können sich an das örtliche Jugendamt wenden.

Andere Unterschiede zwischen der eingetragenen Lebenspartnerschaft und der Ehe, wie etwa im Steuerrecht, wurden bereits in den vergangenen Jahren abgebaut.

Was bedeutet das für eingetragene Lebenspartnerschaften?

Eingetragene Lebenspartnerschaften können künftig bestehen bleiben oder in eine Ehe umgewandelt werden. Dafür müssen beide Partner vor der Standesbeamtin oder dem Standesbeamten erklären, eine Ehe auf Lebenszeit führen zu wollen.

Nach dem 30. September 2017 kann keine Lebenspartnerschaft mehr begründet werden.

Weitere Informationen zu den personenstandsrechtlichen Fragen erhalten Sie unter:
www.personenstandsrecht.de