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Unterhalt und Steuern

Wer Unterhalt leistet, kann diese Zahlungen unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich wirksam werden lassen. Egal, ob an den getrennt lebenden oder geschiedenen Ehepartner, einen Lebenspartner oder an einen Verwandten gezahlt wird, es gibt jeweils Möglichkeiten, den Unterhalt bei der Einkommensteuer abzusetzen.

Steuerliche Absetzbarkeit des Unterhalts

Unterhaltszahlungen können "außergewöhnliche Belastung" oder "Sonderausgabe" bei der Einkommensteuer sein.

Als Sonderausgaben können Unterhaltsleistungen an den geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten als sogenanntes "Realsplitting" bei der Einkommensteuer abgesetzt werden. Da der Unterhaltsempfänger die Unterhaltszahlungen dann versteuern muss, ist die Berücksichtigung der Unterhaltszahlungen als Sonderausgaben beim Unterhaltszahlenden nur möglich, wenn der Unterhaltsempfänger zustimmt. Der Höchstbetrag beträgt 13.805 Euro im Kalenderjahr.

Als außergewöhnliche Belastung können Unterhaltsleistungen bis zu einem Höchstbetrag von 8.472 Euro jährlich berücksichtigt werden. Hier spielen aber auch die Höhe der Einkünfte und Bezüge des Unterhaltsempfängers eine Rolle, die den Höchstbetrag mindern.

Unterhalt für Kinder

Zu beachten ist, dass Kindesunterhalt nicht von der Steuer absetzbar ist, sofern ein Elternteil auch steuerliche Freibeträge für Kinder oder das Kindergeld für das unterhaltsberechtigte Kind in Anspruch nimmt. Für Eltern älterer Kinder, die über der Altersgrenze beim Kindergeld bzw. den steuerlichen Freibeträgen für Kinder liegen, kann eine Berücksichtigung der Unterhaltsleistungen als außergewöhnliche Belastung in Frage kommen.