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Schuldnerberatung

Überschuldung stellt für Familien eine große Belastung dar, insbesondere für die direkt oder indirekt betroffenen Kinder. Professionelle Hilfe für Familien in wirtschaftlichen Notlagen bieten Schuldnerberatungsstellen.

Schuldnerberatungsstellen in Deutschland

Unterstützung und Beratung bei der Lösung finanzieller und persönlicher Probleme bieten Schuldnerberatungsstellen in Deutschland seit Anfang der 1980er Jahre an. Derzeit (Stand 2012) gibt es deutschlandweit etwa 1.000 solcher Beratungseinrichtungen.

Zuständig für die Bereitstellung und Finanzierung sind nach dem Sozialrecht (Sozialgesetzbuch II und XII) die Kommunen. Beraten werden kann jeder private Haushalt, der sich mit Überschuldung oder dem sozialen Abstieg konfrontiert sieht. Die Vermittlung von Beratungsstellen wird in der Regel vom zuständigen JobCenter, dem Sozialamt oder einer von der Kommune beauftragten Stelle übernommen.

Des Weiteren gibt es Beratungsstellen, die auf Grundlage der Insolvenzordnung (InsO) tätig sind. Diese unterstützen bei der Restschuldentilgung auf Grundlage des so genannten Verbraucherinsolvenzverfahrens. Dabei sollen die Betroffenen die Gelegenheit bekommen, sich im Rahmen der Insolvenz von übriggebliebenen Verbindlichkeiten zu befreien.

Vorsicht vor unseriösen Angeboten

Kommerzielle Schuldnerberater sollten immer auf ihre Seriosität hin geprüft werden, denn einige dieser Anbieter sind nur an den eigenen Gewinnen interessiert. Informationen hierzu bietet das Faltblatt "Vorsicht Geldhaie - Kreditvermittlungsbetrug" der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.