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Mutterschaft: Schwangerenvorsorge und Nachsorge

In der Schwangerschaft sind Vorsorgeuntersuchungen für die schwangere Frau von zentraler Bedeutung. Nur Ärztinnen, Ärzte oder Hebammen beziehungsweise der Entbindungspfleger können erkennen, ob eine Schwangerschaft normal verläuft.

Freistellung von der Arbeit für Vorsorgeuntersuchungen

Über den Umfang der Vorsorgeuntersuchungen informieren die Ärztin, der Arzt und die Hebamme. Sie können beispielsweise Auskunft darüber geben, welche Blut- beziehungsweise Ultraschalluntersuchungen wichtig sind.

Der Arbeitgeber muss die Frau für diese Untersuchungen von der Arbeit freistellen, ohne dass ein Verdienstausfall entsteht oder die Zeit nachgearbeitet werden muss. Das gilt aber nur, wenn die Untersuchungen nicht außerhalb der Arbeitszeit durchgeführt werden können.

Dokumentation der Schwangerschaft

Der gesamte Schwangerschaftsverlauf wird in einem Mutterpass dokumentiert. Dazu gehören auch die Ergebnisse von Ultraschalluntersuchungen und andere Kontrollbefunde.

Der Mutterpass wird der Frau zu Beginn der Schwangerschaft ausgestellt und enthält auch wichtige persönliche Angaben.

Leistungsansprüche von Schwangeren

Alle werdenden Mütter, die gesetzlich krankenversichert oder mitversichert sind, haben Anspruch auf ärztliche Betreuung und Hebammenhilfe. Sie umfasst Untersuchungen zur Feststellung der Schwangerschaft, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, Beratung, Betreuung während der Entbindung und die Nachsorge der Mutter und des Neugeborenen bis acht Wochen nach der Geburt.

Schwangere sind von Zuzahlungen befreit

Grundsätzlich sind benötigte Hilfsmittel, Arznei-, Verband- und Heilmittel, die in Verbindung mit der Schwangerschaft stehen, von der Zuzahlung befreit.

Zusätzliche Untersuchungen zum Schutz von Mutter und Kind, wie zum Beispiel ein Test auf das Cytomegalie-Virus, führt die Ärztin oder der Arzt auf Wunsch durch. Teilweise werden diese Untersuchungen jedoch noch nicht von der Krankenkasse bezahlt.

Vorsorge auch für Nicht-Versicherte

Bedürftige, nicht erwerbsfähige Schwangere, die weder privat noch in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert oder mitversichert sind, erhalten die Mutterschaftsleistungen über die Sozialhilfe.