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Arbeitslosengeld II (ALG II): Leistungen in der Schwangerschaft

Schwangere Frauen mit Anspruch auf ALG II (Arbeitslosengeld II, Grundsicherung für Arbeitssuchende) erhalten ab der 13. Schwangerschaftswoche einen schwangerschaftsbedingten Mehrbedarf. Dieser gilt bis einschließlich des Entbindungstages und beträgt 17 Prozent der Regelleistung von ALG II.

Antrag auf zusätzliche Leistungen

Auf Antrag können zusätzliche Leistungen für notwendige Erstausstattungen für Bekleidung und Wohnung sowie Erstausstattungen bei Schwangerschaft und Geburt gewährt werden. Diese einmaligen Leistungen erhalten auch Bedürftige, die sonst keinen Anspruch auf das ALG II haben.

Sie werden in pauschalierter Form, das heißt in Form eines festgelegten Geldbetrages, zur Verfügung gestellt. Wichtig dabei ist, dass die Leistungen vor der Anschaffung beantragt werden.

Schwangerschaft in der Ausbildung

Schwangere Auszubildende, deren Ausbildung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) oder nach den Regelungen zur Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) dem Grunde nach förderungswürdig ist, haben in der Regel keinen Anspruch auf Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II.

(Eine Ausnahme gilt u.a. für Auszubildende, deren Bedarf sich nach § 12 Absatz 1 Nr. 1 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes, nach § 62 Absatz 1 oder § 124 Absatz 1 Nummer 1 des SGB III - Arbeitsförderung richtet.)

Wenn Sie als hilfebedürftig gelten, haben sie aber Anspruch auf den schwangerschaftsbedingten Mehrbedarf und auf die einmaligen Leistungen.

In besonderen Härtefällen können Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts als Darlehen gewährt werden.