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Beruf: Berufsausbildungsbeihilfe

Auszubildende ("Azubis"), die während der Ausbildung nicht bei ihren Eltern wohnen können, weil der Ausbildungsbetrieb vom Elternhaus zu weit entfernt ist, haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe (BAB). Das gilt auch für Teilnehmer an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB).

Höhe der BAB

Die BAB ist eine Förderung der Bundesagentur für Arbeit. Die Höhe der BAB richtet sich während einer Ausbildung nach der Art der Unterbringung, der Höhe der Ausbildungsvergütung des Auszubildenden und dem Jahreseinkommen der Eltern, des Ehegatten oder des Lebenspartners.

Die Bundesagentur für Arbeit zahlt auch einen pauschalen Beitrag für den Lebensunterhalt des Auszubildenden und für seinen sonstigen Ausbildungsaufwand. Dazu gehören notwendige Fahrkosten oder Kosten für Arbeitskleidung. BAB wird neben einer betrieblichen Ausbildung auch für eine Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung geleistet.

Zuschüsse zur BAB

Auszubildende, die BAB beziehen und im eigenen Haushalt wohnen, können einen Zuschuss nach dem Sozialgesetzbuch, Zweites Buch - Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II) erhalten. Voraussetzung dafür ist, dass die BAB die Kosten für Unterkunft und Heizung nicht ausreichend berücksichtigt.

Der Zuschuss setzt außerdem voraus, dass dem Auszubildenden selbst Kosten für Unterkunft und Heizung entstehen, und dass diese nach Berücksichtigung von Einkommen und Vermögen nicht gedeckt sind. Zu hohe Kosten werden nicht berücksichtigt, auch nicht für eine Übergangszeit.

Bei berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen werden Lehrgangskosten, notwendige Fahrkosten, Kosten für Lernmittel und Arbeitskleidung unabhängig vom Einkommen teilweise nach pauschalen Beiträgen übernommen. Für behinderte Auszubildende gelten die besonderen Regelungen zur Förderung der Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben.