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Beruf: Arbeiten in Teilzeit

In Unternehmen mit mehr als 15 Beschäftigten haben alle Arbeitnehmer, die länger als sechs Monate beschäftigt sind, grundsätzlich Anspruch auf Teilzeitarbeit. Allerdings dürfen dem keine betrieblichen Gründe entgegenstehen.

Der Arbeitnehmer hat aber keinen gesetzlichen Anspruch, zur Vollzeitarbeit zurückzukehren. Möchte der Teilzeitbeschäftigte seine Arbeitszeit erhöhen, so muss der Arbeitgeber diesen bei einer freien Stelle bevorzugen. Das gilt aber nur, wenn der Arbeitnehmer seinen Chef vorher über seinen Wunsch informiert hat.

Die  Pflicht des Arbeitgebers zur Bevorzugung kann aus dringenden betrieblichen Gründen entfallen oder wenn entsprechende Arbeitszeitwünsche anderer teilzeitbeschäftigter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vorliegen.

Viele Unternehmen unterstützen ihre Beschäftigten bereits mit unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen und profitieren so von einer erhöhten Arbeitsmotivation und einer höheren Arbeitgeberattraktivität. Insbesondere vollzeitnahe Modelle zwischen 30 und 35 Wochenstunden eignen sich auch für Fach- und Führungskräfte, die Familie und Beruf vereinbaren wollen. Im Rahmen des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie“ unterstützt das Bundesfamilienministerium engagierte Arbeitgeber mit praxisorientierten Leitfäden und zahlreichen guten Beispielen aus der Praxis.