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Ausbildungsförderung (BAföG): Meister-BAföG (Aufstiegsfortbildungsförderung)

Fortbildungen zur Vorbereitung auf einen öffentlich-rechtlichen Abschluss oberhalb einer Facharbeiter-, Gesellen- und Gehilfenprüfung oder eines Berufsfachabschlusses werden gefördert, wenn sie mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen. Außerdem müssen sie abhängig von der Fortbildungsdichte bei Vollzeitmaßnahmen spätestens  in drei beziehungsweise bei Teilzeitmaßnahmen in vier Jahren abgeschlossen sein. Dies gilt auch für Fortbildungen in den Gesundheits- und Pflegeberufen und an staatlich anerkannten Ergänzungsschulen.

Das "Meister-BAföG" setzt sich zusammen aus:

  • dem Unterhaltsbeitrag bei Vollzeitmaßnahmen, der einkommens- und vermögensabhängig gewährt wird.

    - Alleinstehende erhalten bis zu 697 Euro (davon maximal 238 Euro als Zuschuss, den Rest als Darlehen),
    - Verheiratete erhalten bis zu 912 Euro (davon maximal 238 Euro als Zuschuss, den Rest als Darlehen).
    Für jedes Kind werden zudem einkommens- und vermögensabhängig 210 Euro gezahlt, die zu 50 Prozent ebenfalls als Zuschuss geleistet werden.
  • Für die Zeit zwischen Ende der Maßnahme und Anfertigung des Prüfungsstückes bzw. Ablegen der Prüfung wird der gewährte Unterhaltsbeitrag sowie der Kinderbetreuungszuschlag auf Antrag bis zu drei Monaten als Darlehen weitergezahlt.
  • Alleinerziehende erhalten je Kind einen pauschalisierten monatlichen Zuschuss in Höhe von 113 Euro zu den Kosten der Kinderbetreuung.
  • dem Maßnahmebeitrag bei Vollzeit- und Teilzeitmaßnahmen, der einkommens- und vermögensunabhängig gewährt wird.

    - Für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren von bis zu 10.226 Euro (davon 30,5 Prozent als Zuschuss, den Rest als Darlehen) und
    - Kosten für die Anfertigung eines Meisterstücks bis zur Hälfte, höchstens aber bis zu 1.534 Euro
    (als Darlehen)
  • Bei bestandender Prüfung werden auf Antrag 25 Prozent des auf die  die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren erlassenen Restdarlehens erlassen.

Rückzahlung auf Raten

Ein Zuschuss ist eine staatliche Leistung, die nicht zurückgezahlt werden muss. Im Übrigen handelt es sich um ein zinsgünstiges Bankdarlehen. Während der Fortbildung und der folgenden zwei Jahre - insgesamt maximal sechs Jahre - ist das Darlehen zins- und tilgungsfrei, danach in monatlichen Raten von mindestens 128 Euro innerhalb von zehn Jahren zurückzuzahlen.

Existenzgründer müssen weniger zurückzahlen

Für Existenzgründerinnen und -gründer gibt es zudem die Möglichkeit eines Darlehensteilerlass von 33 Prozent auf das auf die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren entfallende Restdarlehen , wenn sie die Prüfung bestanden haben und innerhalb von drei Jahren nach Beendigung der Maßnahme ein Unternehmen gründen bzw. übernehmen, dieses mindestens ein Jahr führen und überwiegend die unternehmerische Verantwortung tragen und

  • spätestens am Ende des dritten Jahres nach Existenzgründung ein/e zusätzliche/r Auszubildende/r eingestellt wird, deren/dessen Ausbildungsverhältnis bei Antragstellung mindestens zwölf Monate beziehungsweise ein/e zusätzliche/r Arbeitnehmer/in eingestellt wird, deren/dessen sozialversicherungspflichtiges ungekündigtes Vollzeitarbeitsverhältnis bei Antragsstellung mindestens sechs Monaten besteht.
  • Dieser Erlass erhöht sich auf 66 Prozent, wenn ein Auszubildender und ein Arbeitnehmer beziehungsweise zwei Arbeitnehmer zusätzlich eingestellt worden sind und die jeweiligen genannten Beschäftigungsvoraussetzungen erfüllt sind.

Informationen und Auskunft zum Meister-BAföG gibt es unter der kostenlosen Fachhotline des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Diese ist unter der Nummer 0800 / 622 36 34 erreichbar.