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Sozialhilfe

Die Leistungen der Sozialhilfe richten sich nach dem besonderen Bedarf des Einzelnen. Sie sollen Bedürftigen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen und sie gleichzeitig zur Selbsthilfe befähigen.

Nichterwerbsfähige Menschen sowie Personen über 65 Jahren können Sozialhilfe erhalten, wenn ein Bedarf nicht aus eigenen Mitteln gedeckt werden kann und Hilfebedürftigkeit besteht. Diese Unterstützung wird jedoch erst dann gewährt, wenn die Ansprüche auf andere Leistungen durch die Kranken- und Pflegeversicherung, Rente, Beihilfe oder Unterhalt von Familienmitgliedern ausgeschöpft wurden. Sozialhilfe ist anderen Hilfen somit nachrangig.

Bereiche der Sozialhilfe

Die Sozialhilfe wird im Zwölften Sozialgesetzbuch (SGB XII) geregelt und wird in verschiedenen Bereichen bewilligt. Sie umfasst:

  • die Hilfe zum Lebensunterhalt,
  • die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung,
  • die Hilfen zur Gesundheit,
  • die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen,
  • die Hilfe zur Pflege und
  • weitere Leistungen in bestimmten Lebenssituationen.

Einige Hilfen erhalten auch Personen, die für ihren Lebensunterhalt noch selbst sorgen können. Dies betrifft Familien, die in besonders herausfordernden Lebenssituationen, wie bei Krankheit, Schwangerschaft und Mutterschaft, Behinderung, Pflegebedürftigkeit oder besonderen sozialen Schwierigkeiten, Unterstützung benötigen.

Hilfe zur Selbsthilfe

Für Menschen, für die gegenwärtig eine Erwerbstätigkeit nicht in Betracht kommt, sind Wege zu finden, die ein eigenverantwortliches Leben außerhalb der Sozialhilfe ermöglichen. Unterstützung kann unter anderem dadurch erfolgen, dass Kontakte und Möglichkeiten vermittelt werden, um wieder aktiv am Leben in der Gemeinschaft teilzunehmen. Dazu gehört auch, Hilfebedürftige zu sozialen Diensten zu begleiten oder sie bei der Suche einer angemessenen Tätigkeit zu unterstützen.