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Rente: Gesetzliche Rentenversicherung und Altersrente

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie teilweise auch Selbstständige sind in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Alle Übrigen können sich ab dem 16. Lebensjahr freiwillig versichern.

Die Regelaltersrente

Die gesetzliche Rente wird gezahlt, wenn Versicherte ein bestimmtes Alter (Regelaltersgrenze) erreicht und für mindestens fünf Jahre gesetzlich versichert waren (allgemeine Wartezeit).

Versicherte, die vor dem 1. Januar 1947 geboren sind, können mit Vollendung des 65. Lebensjahres in Rente gehen. Für nachfolgende Jahrgänge wird die Regelaltersgrenze zwischen dem Jahr 2012 und 2029 schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Daneben gilt: Wer 45 Jahre mit versicherungspflichtigen Beschäftigungszeiten oder mit Berücksichtigungszeiten (wie zum Beispiel Kinderberücksichtigungszeit) hat, kann weiterhin mit 65 abschlagsfrei in Rente gehen.

Weitere Arten der Altersrente

Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Altersrente schon früher beansprucht werden. Das gilt für

  • langjährig und besonders langjährig Versicherte,
  • schwerbehinderte Menschen,
  • langjährig unter Tage beschäftigte Bergleute,
  • Frauen, die vor dem Jahr 1952 geboren sind,
  • von Arbeitslosigkeit Betroffene oder Personen nach Altersteilzeitarbeit, die vor dem Jahr 1952 geboren sind.

Hier können andere Wartezeiten gelten.

Höhe der Rentenzahlungen

Die Höhe der Altersrente richtet sich vor allem nach der Dauer der versicherungspflichtigen Beschäftigung und der Höhe des dabei erzielten Entgelts. Dabei gilt grundsätzlich: Für ein Jahr mit einem Entgelt in Höhe des Durchschnittsentgelts aller Versicherten gibt es einen Entgeltpunkt; die Arbeitsentgelte in den neuen Bundesländern werden zum Ausgleich des dortigen niedrigeren Lohnniveaus höher bewertet. Ein Entgeltpunkt entspricht nach den bis zum 30.06.2016 geltenden Werten einer monatlichen Rente von 29,21 Euro beziehungsweise 25,05 Euro (Ost).