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Rente: Riester-Rente

Private kapitalgedeckte Altersvorsorge bedeutet, dass das eingezahlte Kapital plus Zinsen grundsätzlich dem Sparer zusteht. Der Staat fördert diese Art der Altersvorsorge.

Anspruch auf staatliche Förderung haben grundsätzlich alle Personen, die Pflichtmitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung oder der Altersicherung der Landwirte sind (also auch Mütter und Väter während der anerkannten Kindererziehungszeit) oder zur Gruppe der Besoldungsempfängerinnen und -empfänger gehören. Anspruchsberechtigt ist aber auch eine nicht erwerbstätige Ehepartnerin oder ein Ehepartner, wenn sie oder er einen eigenen Vorsorgevertrag abschließt und der Partner oder die Partnerin förderungsberechtigt ist und den Eigenbeitrag leistet.

Geförderte Altersvorsorge muss zertifiziert sein

Gefördert werden alle Anlageprodukte (private Rentenversicherungen, Bank- oder Fondssparpläne), die von der Zertifizierungsstelle als förderfähig anerkannt sind (so genannte Zertifizierung). Die Versicherungen und Sparpläne müssen also die strengen, vom Staat festgelegten und überwachten Mindestanforderungen erfüllen.

Die Förderung der kapitalgedeckten Altersvorsorge erfolgt durch eine Zulage und einen Sonderausgabenabzugsbetrag. Die Zulagen betragen pro zulageberechtigter Person 154 Euro und 185 Euro je berücksichtigungsfähigem Kind. Für ab dem 1. Januar 2008 geborene Kinder beträgt die Zulage 300 Euro pro Kind und Jahr.

Förderung durch Zulage oder Steuervorteil

Voraussetzung für die Gewährung der ungekürzten Zulage ist allerdings die Erbringung eines Mindesteigenbeitrags. Dieser beträgt 4 Prozent des sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens beziehungsweise der entsprechenden Besoldung abzüglich der Zulage. Für die ungekürzte Zulage ist aber mindestens ein Eigenbeitrag in Höhe eines Sockels von 60 Euro im Jahr zu zahlen.

Zusätzlich kann ein steuerlicher Sonderausgabenabzugsbetrag bis zu 2.100 Euro beantragt werden. Das Finanzamt prüft dann bei der Einkommensteuererklärung automatisch, ob der Steuervorteil aus dem Sonderausgabenabzug oder die Zulage für die Berechtigten günstiger ist. Ist der Steuervorteil günstiger, wird die Differenz zur bereits gewährten Zulage im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung berücksichtigt.

Ab dem 1. Januar 2014 kann das im Rahmen der Riester-Rente aufgebaute Altersvorsorgevermögen flexibler für den Aufbau von selbst genutztem Wohneigentum eingesetzt werden. Hierzu werden u. a. die förderunschädlichen Entnahmemöglichkeiten erweitert. Dabei kann das Altersvorsorgevermögen jederzeit für die Umschuldung eines für die Anschaffung oder Herstellung der Wohnimmobilie aufgenommenen Darlehens entnommen werden. Auch der altersgerechte Umbau von Immobilien ist ab 2014 mit dem angelegten Altersvorsorgevermögen möglich.