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Arbeitslosengeld II (ALG II): Leistungen für Unterkunft und Heizung

Neben den Leistungen für den Regelbedarf und evtl. Mehrbedarfsleistungen werden für die Bedarfsgemeinschaft auch die angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung anerkannt.

Grundsätzliche Bedingung dafür ist, dass der Wohnraum angemessen ist. Bei dieser Beurteilung bestehen regionale Unterschiede, in der Regel gelten aber als angemessen:

  • 45 bis 50 m² für eine Person,
  • 60 m² für zwei Personen,
  • 75 m² für drei Personen,
  • 85 bis 90 m² für vier Personen,
  • eine Eigentumswohnung oder ein eigenes Haus bis 130 Quadratmeter.

Kosten für Unterkunft müssen angemessen sein

Wenn der zuständige kommunale Träger die Kosten der Unterkunft und Heizung als unangemessen beurteilt, werden sie nur vorübergehend, d.h. längstens für sechs Monate übernommen. In dieser Zeit muss nach Möglichkeiten zur Senkung der Unterkunftskosten gesucht werden.

Ist ein Umzug notwendig, sollten Empfänger vor Abschluss des neuen Mietvertrages die Zusicherung des kommunalen Trägers einholen. Die Kosten der Wohnungsbeschaffung, des Umzugs sowie die Mietkaution können vom Träger übernommen werden, wenn er das vorher zugesichert hat.

Eine Mietkaution soll als Darlehen erbracht werden.