Inhalt

Rehabilitationsleistungen nach schwerer Erkrankung

Um nach einer Erkrankung wieder auf die Beine zu kommen, stehen allen Kranken- beziehungsweise Rentenversicherten spezifische Rehabilitationsmaßnahmen zu. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die körperliche, berufliche und soziale Leistungsfähigkeit der Patientinnen und Patienten zu erhalten und mögliche Beeinträchtigungen infolge von Unfällen oder chronischen Erkrankungen zu verhindern oder zumindest abzuschwächen.

Rehabilitationsleistungen sind Teil der medizinischen Grundversorgung

In Deutschland gehören Rehabilitationsleistungen zum Leistungsspektrum der gesetzlichen Kranken-, Renten- und Unfallversicherung. Die Rehabilitation gehört wie die ärztliche Behandlung in Praxen und Krankenhäusern zur gesundheitlichen Versorgungskette.

Zu den Maßnahmen gehören

  • medizinische Leistungen zur Vorbeugung und Behandlung von körperlichen Beeinträchtigungen, beispielsweise in ambulanten und stationären Kuren,
  • berufsfördernde Leistungen wie Umschulungen, Leistungen zur Erlangung und Erhaltung eines Arbeitsplatzes und Zuschüsse an Arbeitgeber sowie
  • Leistungen zur sozialen Rehabilitation, die die Wiedereingliederung der Betroffenen in ihr gewohntes Umfeld fördern. Dazu zählen etwa Haushaltshilfen, Reisekostenzuschüsse und Kinderkuren.

Rehabilitationsmaßnahmen können ambulant oder stationär genutzt werden.

Ambulante Maßnahmen

Ambulante Rehabilitationsmaßnahmen können durch bestimmte Angebote an einem Kurort oder in speziellen wohnortsnahen Einrichtungen in Anspruch genommen werden. Sie dauern in der Regel bis zu drei Wochen; wenn es medizinisch notwendig ist, können sie auch verlängert werden.

Stationäre Maßnahmen

Bei stationären Rehabilitationsmaßnahmen, die in der Regel nicht länger als drei Wochen andauern, werden Patienten nicht nur versorgt und behandelt, sondern wohnen auch in den speziellen Einrichtungen beziehungsweise Rehabilitationskliniken.