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Rente: Die Basis-Rente (sog. "Rürup"-Rente)

Die Basis-Rente (auch "Rürup"-Rente genannt) wurde mit dem Alterseinkünftegesetz zum 1. Januar 2005 eingeführt. Sie steht grundsätzlich jedem offen, soll jedoch insbesondere Selbstständigen den Aufbau einer ausreichenden Altersversorgung erleichtern. Die Kriterien für eine Basis-Rente sind weitgehend der gesetzlichen Rentenversicherung nachgebildet. U. a. darf der private Rentenvertrag die Auszahlung von Altersleistungen nur als lebenslange Rente frühestens ab dem 62. Lebensjahr vorsehen (bei Vertragsabschluss vor dem 1. Januar 2012 frühestens ab dem 60. Lebensjahr). Außerdem dürfen die erworbenen Anwartschaften nicht beleihbar, nicht vererblich, nicht übertragbar, nicht veräußerbar und nicht kapitalisierbar sein.

Die zugunsten einer Basis-Rente geleisteten Beiträge können als Vorsorgeaufwendungen steuerlich berücksichtigt werden. Im Gegensatz zur Riester-Rente werden jedoch keine Zulagen vom Staat gewährt.

Geschütztes Vermögen durch "Rürup"-Rente

Die Beiträge zugunsten einer Basis-Rente können monatlich, jährlich oder als Einmalbetrag gezahlt werden. Die aufgebaute Versorgungsanwartschaft ist ein so genanntes geschütztes Vermögen und kommt beim Arbeitslosengeld II nicht zur Anrechnung. Die geleisteten Beiträge werden steuerlich gefördert. Sie können als Sonderausgaben bei der Steuererklärung geltend gemacht werden.

Zusammen mit den anderen Beiträgen zum Aufbau einer Basisversorgung im Alter werden diese bis zu einer Höhe von 20.000 bei Ledigen und bis zu einer Höhe von 40.000 Euro bei Verheirateten berücksichtigt. Die innerhalb dieses Höchstbetrags geleisteten Beiträge werden während einer Übergangsphase bis zum Jahr 2025 nur anteilig angesetzt.

Im Jahr 2015 beträgt die Abzugsquote 80 Prozent der Beiträge. In den Folgejahren wird sie jährlich um zwei Prozentpunkte ansteigen, bis im Jahr 2025 eine Berücksichtigungsquote von 100 Prozent erreicht ist, das heißt die Beiträge werden schrittweise steuerfrei gestellt.

Mit der schrittweisen Abzugsfähigkeit der Beiträge geht die im Alterseinkünftegesetz festgelegte nachgelagerte Besteuerung einher. So wird die Besteuerung der Auszahlungen der Basis-Rente, wie die Besteuerung von Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung, in den nächsten Jahren ansteigen.

Bei einem Rentenbeginn im Jahr 2012 wird auf Basis eines Besteuerungsanteils von  64 Prozent ein Steuerfreibetrag ermittelt, der Jahr für Jahr gewährt wird. Bis 2020 steigt dieser Anteil für jeden neuen Rentenjahrgang um zwei Prozentpunkte, danach um einen Prozentpunkt. Die Basis-Rente sowie zum Beispiel die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung unterliegen erst dann in vollem Umfang der Besteuerung, wenn die jeweilige Leistung im Jahr 2040 oder später beginnt.


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