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Rente: Betriebliche Altersversorgung

Die betriebliche Altersversorgung ist eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers zur Altersabsicherung seiner Beschäftigten. Sie ergänzt die gesetzliche und zusätzliche private Altersvorsorge.

Durchführung der betrieblichen Altersversorgung

Der Arbeitgeber kann auf direktem oder indirektem Weg Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer absichern. Die betriebliche Altersversorgung durch eine Direktzusage bedeutet, dass der Arbeitgeber selbst Vorsorgeträger ist und Leistungen erbringen muss.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, die Beschäftigten über externe Dienstleister zu versichern - etwa über Pensionsfonds, Direktversicherungen, Unterstützungs- oder Pensionskassen. Dabei tritt der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer ein und schließt im Auftrag seiner Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Rentenversicherung ab.

Recht auf Entgeltumwandlung

Beschäftigte können vom Arbeitgeber verlangen, einen Teil ihres Lohns oder Gehalts zugunsten einer betrieblichen Altersversorgung umzuwandeln. Bis zu vier Prozent der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung können beansprucht werden.

Der Arbeitgeber muss keine sehr kleinen und keine wechselnden Entgeltumwandlungsbeträge akzeptieren. Der gesetzliche Anspruch auf Entgeltumwandlung kann durch Tarifvertrag abbedungen oder verändert werden.

Steuerliche Anreize

Der Staat fördert die betriebliche Altersversorgung über die Steuer- und Beitragsfreiheit der Aufwendungen. Beiträge an Pensionsfonds, Pensionskassen oder eine Direktversicherung sind steuer- und sozialabgabenfrei, sofern die Beiträge insgesamt im Kalenderjahr bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung West (2016 = 2.976 Euro) nicht übersteigen. Wurde die Versorgungszusage nach dem 31. Dezember 2004 erteilt, so erhöht sich der steuerfreie Betrag um bis zu 1.800 Euro.

Unverfallbarkeit der Betriebsrente

Anwartschaften auf Betriebsrenten, die der Arbeitgeber finanziert, sind nach fünf Jahren Betriebszugehörigkeit und einem Mindestalter von 25 Jahren unverfallbar. Das bedeutet, dass ein einmal erworbener Anspruch auf eine Betriebsrente nicht mehr erlöschen kann - auch dann nicht, wenn das Beschäftigungsverhältnis vor Eintritt ins Rentenalter endet.