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Zuwanderung: Familiennachzug zu deutschen Staatsangehörigen

Ehegatten oder eingetragene Lebenspartner sowie minderjährige, ledige Kinder, also Angehörige der "Kernfamilie", können zu ihren Angehörigen mit deutscher Staatsangehörigkeit nachziehen. Grundlagen und Details des Familiennachzugs regelt das Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet.

Anspruch auf Familiennachzug von Ehegatten / eingetragenen Lebenspartnern und minderjährigen ledigen Kindern

Angehörige der "Kernfamilie" haben ein Recht auf die Einreise nach Deutschland und erhalten eine Aufenthaltserlaubnis für drei Jahre. Damit wird auch eine Erwerbstätigkeit möglich. Voraussetzung für einen Nachzug von Ehegatten ist grundsätzlich, dass sie einfache Kenntnisse der deutschen Sprache nachweisen können. In Ausnahmefällen kann auch verlangt werden, dass der Lebensunterhalt gesichert ist.
Nach Ablauf der drei Jahre besteht die Möglichkeit einer so genannten Niederlassungserlaubnis, die ein unbefristeter Aufenthaltstitel ist. Dazu müssen die betroffenen Angehörigen unter anderem

  • zu diesem Zeitpunkt noch mit den Verwandten in einem Haushalt wohnen,
  • ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache besitzen.

Nachzug von Eltern

Drittstaatsangehörige Eltern von minderjährigen deutschen Kindern haben einen Anspruch, zu diesen nach Deutschland ziehen zu können. Auf die Sicherung des Lebensunterhaltes ist in diesen Fällen zwingend zu verzichten.

Nachzug sonstiger Angehöriger

Weitere Verwandte wie beispielsweise Geschwister, Großeltern oder volljährige Kinder können nach Deutschland nachziehen, wenn durch die (weitere) Trennung der Familie "außergewöhnliche Härten" entstünden. Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn der in Deutschland oder der im Ausland lebende Angehörige krankheits- oder altersbedingte Hilfe benötigt und diese Hilfe nur in Deutschland erbracht werden kann.