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Mutterschaft

Ziel des Mutterschutzrechts ist, dass der bestmögliche Gesundheitsschutz für schwangere und stillende Frauen gewährleistet wird. Hierbei soll es jedoch nicht dazu kommen, dass die Frau dadurch Nachteile im Berufsleben erleidet oder die selbstbestimmte Entscheidung der Frau über ihre Erwerbstätigkeit andererseits verletzt wird. Damit werden die Chancen der Frauen verbessert und ihre Rechte gestärkt, dem Beruf während Schwangerschaft und Stillzeit ohne Beeinträchtigung ihrer Gesundheit und der ihres Kindes weiter nachzugehen.

Um dies sicherzustellen, gibt es Neuerungen im Mutterschutzrecht. Im April 2017 sind bereits Verbesserungen im Mutterschutz für selbstständig erwerbstätige Frauen in Kraft getreten. Hierzu finden Sie Informationen unter der Überschrift „Mutterschaft: Finanzielle Leistungen“.

Seit dem 30. Mai 2017 sind einige andere geänderte Mutterschutzregelungen wirksam. Darunter zählen eine Verbesserung des Kündigungsschutzes bei einer Fehlgeburt nach der zwölften Schwangerschaftswoche, wie auch die Verlängerung der Mutterschutzfrist bei der Geburt eines Kindes mit einer Behinderung.

Ab dem 1. Januar 2018 wird ein komplett neues Mutterschutzgesetz gelten. Dieses neue Mutterschutzgesetz wird dafür sorgen, dass ein einheitliches Schutzniveau über alle Berufsgruppen hinweg entsteht und erweitert den Kreis der geschützten Frauen zukünftig auch auf Schülerinnen und Studentinnen. Einzelheiten dazu finden sich unter der Überschrift „Neuregelungen zum Mutterschutz“.

Mutterschutz bei Beschäftigung

Am Arbeitsplatz gelten für Schwangere und junge Mütter besondere Mutterschutzvorschriften. So gilt etwa ein eingeschränktes Beschäftigungsverbot vor und ein absolutes Beschäftigungsverbot nach der Geburt. Zudem werden junge Mütter vor einer Kündigung geschützt. Denn eins der obersten Ziele des Mutterschutzes ist es, dass eine Frau keine beruflichen Nachteile aufgrund ihrer Schwangerschaft hat.

Leistungen in und nach der Schwangerschaft

Mit der Mutterschaft sind zugleich besondere Leistungen wie die Freistellung von der Arbeit für Vorsorgeuntersuchungen, das Mutterschaftsgeld sowie der Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld verbunden.

Für Frauen in besonderen Lebenslagen, beispielsweise bei Sozialhilfebezug, bei einer bevorstehenden Mehrlingsgeburt, beim Vorliegen einer Behinderung des Kindes oder etwa im Studium gelten besondere Regelungen.