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Mutterschaft: Mutterschutz und Leistungen bei Mehrlingsgeburten, Kindern mit Behinderung und vorzeitiger Entbindung

Die Mutterschutzfrist beginnt auch bei Mehrlingsschwangerschaften sechs Wochen vor der Entbindung. Sie endet bei Mehrlingsgeburten zwölf Wochen nach der Entbindung. Seit dem 30. Mai 2017 können Mütter, bei deren Kind innerhalb der ersten acht Wochen nach der Geburt eine Behinderung festgestellt wird, eine Verlängerung der Schutzfrist nach der Geburt von acht auf zwölf Wochen beantragen.

Mutterschutz verlängert sich bei vorzeitiger Entbindung

Konnte die Mutterschutzfrist vor der Entbindung auf Grund einer Frühgeburt oder sonstigen vorzeitigen Entbindung nicht in voller Höhe in Anspruch genommen werden, verlängert sich die Mutterschutzfrist nach der Geburt um die nicht in Anspruch genommenen Tage vor der Entbindung.

Kein Verzicht auf nachgeburtliche Schutzfrist

Während der Mutterschutzfrist nach der Entbindung besteht ein Beschäftigungsverbot, auf das zum Schutz der Mutter und ihres Kindes nicht verzichtet werden kann. Bei Vorliegen aller übrigen Voraussetzungen wird für diese Zeit Mutterschaftsgeld sowie der Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld gezahlt.